In der privaten Krankenversicherung stagniert der Bestand der Vollversicherungen – seit Jahren verharrt er in etwa auf dem gleichen Niveau, nahm in 2020 sogar um 0,1 Prozentpunkte ab. Neunzehn Versicherer beklagen einen Vertragsschwund (Versicherungsbote berichtete).

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In der Ergänzungsversicherung aber sieht es freundlicher aus, wie nun eine Studie der Ratingexperten von Assekurata zeigt. Denn in diesem Segment stehen die Zeichen auf Wachstum: Um 744.562 Versicherungen oder 2,8 Prozent legten die Zahlen zwischen 2019 und 2020 zu. Marktweit verfügen insgesamt 27.392.081 Personen in 2020 über eine Krankenzusatzversicherung.

Nur sechs Versicherer verlieren im Bestand

So sind es auch nur sechs Versicherer, die für das Segment der Ergänzungsversicherungen einen Rückgang zwischen 2019 und 2020 hinnehmen müssen. Größter Verlierer nach absoluten Zahlen ist die Signal Iduna: 9.854 Personen verliert das Unternehmen aus Dortmund. Allerdings muss man diese absolute Zahl ins Verhältnis zur Bestandsgröße setzen: Die Signal Iduna ist dritter Marktführer, weswegen nur 0,52 Prozent vom Gesamtbestand verloren gehen.

Auf Platz zwei der Verlierer in der Krankenzusatzversicherung ist die Continentale (-7.286 Personen), drittgrößter Verlierer ist die Axa (-5.989 Personen). Es folgen Süddeutsche, LKH und Alte Oldenburger:

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Barmenia gewinnt die meisten Versicherten hinzu

Größter Gewinner in der Krankenzusatzversicherung ist die Barmenia – mit einem Plus von 112.017 Personen. Über ein zweites Siegertreppchen nach absoluten Zahlen freut sich der Münchener Verein – und zählt in 2020 insgesamt 81.657 Personen mehr als 2019. Die Gothaer darf in 2020 das dritte Siegertreppchen besteigen – mit einem Zugewinn von 59.249 Personen. Es folgen Hallesche (+57.616), Ergo (+56.138), Union (+54.384), Allianz Private (+51.277), R+V (+45.420), Generali Deutschland (+36.401) und Nürnberger (+21.580):

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