Im August 2020 hatte Deutschlands größtes Vergleichsportal Check24 einen TÜV-zertifizierten Girokontenvergleich nach dem Zahlungskontengesetz (ZKG) auf den Markt gebracht. Damit kam der Vergleich schon leicht verspätet. Denn eigentlich sah die EU-Zahlungskontenrichtlinie vor, dass alle Mitgliedsstaaten bis zum 31.10. 2018 mindestens ein Online-Angebot zum kostenfreien Vergleich der Entgelte für Zahlungskonten aufgebaut haben. Die Bundesregierung wollte dies jedoch nicht über ein staatliches Portal abbilden und entschied sich deswegen für eine TÜV-Zertifizierung.

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Diese Chance konnten sich die Vergleicher aus dem Hause Check24 nicht entgehen lassen und hatten zu diesem Zeitpunkt einen Vergleich mit mehr als 550 Anbietern aufgebaut. Damit seien nach der Bilanzsumme immerhin 80 Prozent des Marktes abgedeckt. Laut Statista wurden Ende 2019 genau 1.717 Banken und Sparkassen im Bundesgebiet gezählt. Die Zertifizierung sei in enger Abstimmung mit dem Bundesfinanzministerium durch den TÜV Saarland erfolgt.

Girokonto-Vergleichsportal ist bereits offline

Doch bereits im Januar 2021 musste Check24 seinen zertifizierten Vergleich für Girokonten wieder abschalten. Grund ist ein Streit mit den Verbraucherzentralen, die den Marktvergleich als unzureichend bewerteten - und dem Portal eine Abmahnung schickten sowie eine Unterlassungsklage einreichten.

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Die Verbraucherschützer bemängelten, dass der Vergleich nur 613 Konten von insgesamt 1.700 Banken berücksichtige. Zudem seien die Banken oft nur mit einem einzigen Kontomodell erfasst, obwohl die Geldhäuser mehrere verschiedene Girokonten anbieten würden. Verbraucher könnten so zu Abschlüssen verleitet werden, dessen Grundlage ein unvollständiger und intransparenter Marktvergleich sei. Auch seien die Daten nicht immer aktuell, sondern um Wochen veraltet.

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