Versicherungsbote: Sollten Vermittler Finanzanlagen direkt über Fonds oder eher als Fondspolice anbieten? Warum?

Anzeige

Harald Rosenberger: Eine Fondspolice hat Pluspunkte, wenn man zum Beispiel die steuerlichen Gegebenheiten betrachtet. Es gibt keine Abgeltungssteuer bei einem Fondswechsel – Garantien sind flexibel zu- und abwählbar. Sie hat eine sehr gute konventionelle Verzinsung bei der Sicherung im Deckungsstock und ist einkommenssteuerfrei bei Todesfallleistung. Eventuell sogar erbschaftssteuerfrei bei geschickter Verteilung von Versicherungsnehmer und versicherter Person.

Das funktioniert zum Beispiel in diesem Fall: Die Ehefrau wird Versicherungsnehmerin und zahlt die Prämien. Wenn der Ehemann, als die versicherte Person, stirbt, wird sie Bezugsberechtigte. Hierdurch bleibt die Auszahlung der Todesfallleistung erbschaftssteuerfrei.

Mit einer breiten Streuung durch aktiv gemanagte Portfolios -wie unsere vier NÜRNBERGER vermögensverwaltete Portfolios- kann der Vermittler für seine Kunden gute langfristige Renditen aufzeigen und dabei auf das individuelle Risikobedürfnis seiner Kunden eingehen.

Eine große Rolle zur Risikominimierung spielt zudem ein intelligentes Ablaufmanagement, was mittlerweile jede gute Fondspolice hat: Über lange Laufzeiten hinweg können bei Fondsprodukten kurzfristige volatile Kursausschläge in der Regel wieder ausgeglichen werden. Kurz vor der Auszahlungsphase möchte man solch eine Situation auf jeden Fall vermeiden. Bei Kursrückgängen von zehn Prozent und mehr in den letzten Jahren vor Ablauf, schichtet das NÜRNBERGER Ablaufmanagement in risikoärmere Fonds um, damit Kunden vor weiteren Kursverlusten bewahrt werden.

Fonds dürfen seit dem 01. Januar 2015 nur noch von Vermittlern mit Sachkundeprüfung gemäß § 34f GewO verkauft werden. Sollte die Sachkundeprüfung auch für die Vermittlung von Fondspolicen verpflichtend werden?

Die Sachkundeprüfung ist zweifelsohne sinnvoll, wenn der Vermittler Fonds verkaufen will. Auch für den Kunden ist es beruhigend zu wissen, dass sein Vermittler erforderliches Wissen nachweislich erworben hat. Aufgrund der hohen Kosten und des großen zeitlichen Aufwands entscheiden sich aber viele Vermittler dagegen und fokussieren sich auf den Verkauf von Fondspolicen. Denn bei Fondspolicen gibt es halt nicht so viele Stolpersteine. Das Produktmanagement der NÜRNBERGER berücksichtigt schon bei der Vorauswahl der zulässigen Investmentlösungen viele wichtige Kriterien. Hierfür zeichnete das Handelsblatt die NÜRNBERGER bereits zum wiederholten Mal mit dem ersten Platz unter allen deutschen Versicherern aus. Durch die IDD-Richtlinie wird der Berater zusätzlich unterstützt. Eine Computeranalyse hilft bei der Auswahl von Produkten, die für den Kunden aufgrund seiner ermittelten Risikobereitschaft am besten geeignet sind.

Bei deutschen Anlegern ist das Wissen im Bereich der Geldanlage für Altersvorsorge bekanntermaßen unterentwickelt. Die Anlage in Aktien, Fonds oder Fondspolicen wird vielfach als zu risikoreich gesehen. Wie wichtig ist Aufklärung für diesen Bereich und wie kann die Einstellung der Verbraucher geändert werden?

Schon durch die anhaltende Niedrigzinsphase hat sich das Anlageverhalten der Kunden geändert. Weitere Aufklärung ist hier notwendig und wichtig. Dem Verbraucher muss erklärt werden, dass er mit drei wesentlichen Treibern Risiko minimieren kann. Das erste ist die Streuung. Sie ist ein wesentliches Argument, die Anlage durch die vermögensverwalteten Portfolios in die Hände von Profis zu legen. Der zweite Punkt ist der Cost-Average-Effekt, also ein ratierliches Ansparen in verteilten Abständen, zum Beispiel auf 25 Jahre. Dieser Kundenvorteil lässt sich recht einleuchtend vermitteln. Und der dritte Treiber ist die Laufzeit, da in der Regel ein mögliches Verlustrisiko nach 15 Jahren bei nahezu null Prozent liegt.

Anzeige

Entscheidend ist aber auch, dass fondsgebundene Produkte sich eines effektiven Ablaufmanagements zum Laufzeitende bedienen und es möglich ist, Gewinne während der Laufzeit zu sichern bzw. zu reinvestieren. Die NÜRNBERGER verfügt außerdem über eine volatilitätsgesteuerte Vermögensverwaltung, die in der Vergangenheit sehr gute Ergebnisse bei einer geringen Schwankung erreicht hat. Zusätzliche Kosten entstehen für unsere Kunden dabei nicht.

Seite 1/2/3/