Versicherer stehen gegenwärtig vor unterschiedlichen Herausforderungen, die ein Umdenken des eigenen Geschäftsmodells erforderlich machen. So schaffen

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  • die Digitalisierung,
  • veränderte Kundenerwartungen (hohe Erwartungen der Generationen Y und Z und die Individualisierung der Kundenbeziehungen) sowie
  • der Konsolidierungstrend durch Marktaustritte und neue Anbieter

ein völlig neues Marktumfeld. Der Anpassungs- sowie Innovationsdruck verstärkt sich dadurch erheblich und zwingt Versicherer zur Weiterentwicklung und Neuausrichtung ihres Geschäftsmodells.

Versicherer schaffen intelligente Ökosystemangebote

Es bedarf einer stärkeren Kundenzentrierung: „Lösungen statt Produkte“ ist das Gebot der Stunde, die Geschäftsmodelle werden datenbasierter und Branchengrenzen verschwimmen mehr und mehr. Der Trend zur Plattformökonomie als Antwort auf diese Entwicklungen ist deutlich erkennbar und hat weitreichende Konsequenzen für die Branche. Mit Cross-Industry-Netzwerken wird unternehmensübergreifend ein gemeinsames Ziel verfolgt, das durch das Zusammenspiel der einzelnen Akteure besser erreicht werden kann als alleine. Sowohl Wettbewerber als auch Unternehmen, die sich bislang keinen Markt geteilt haben, schlagen gemeinsame Wege ein, die jedem Akteur individuelle Vorteile bringen. Versicherer haben mehrere Möglichkeiten sich in ein Ökosystem einzufügen bzw. dieses aufzubauen. Sie können sowohl als Zulieferer, aber auch als Orchestrator agieren und verschiedene Potenziale nutzen. Dabei kann das Ökosystem als geschlossenes und auch offenes System betrieben werden.

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Ökosysteme in der Lebenswelt Gesundheit

In der Studie „Das Innovationsbarometer“ wurden verschiedene Formen von Ökosystemen bei den größten deutschen Versicherern analysiert und ausgewertet. Dabei beobachten wir nicht nur Zusammenschlüsse, bei denen Versicherer als Zulieferer agieren, wie bspw. bei der elektronischen Gesundheitsakte „Vivy“, die als digitaler Gesundheitsassistent dient. Es werden auch selbst Ökosysteme aufgebaut, um die klassischen Versicherungsprodukte zu erweitern und den Trend zu ganzheitlichen Lösungen zu folgen. Vor allem im Bereich Gesundheit ist dies zu beobachten: Die R+V, Debeka pro Gesundheit, AXAs Gesundheitsservice 360°, die Signal Iduna Gesundheitswelt oder die hallesche4u-App sind nur einige Beispiele, bei denen erste Ansätze zu sehen sind.

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