Die Prüfer vom Analysehaus Morgen & Morgen haben erneut die Bedingungswerke der Zahnzusatz-Tarife unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden 195 Tarife von 40 verschiedenen Anbietern durchleuchtet. Dabei seien die Bedingungen anhand von insgesamt 27 Leistungspunkten bewertet worden. So mussten Tarife für eine Spitzenbewertung beispielsweise beim Zahnersatz für Implantate sowie Inlays leisten, auf ihr ordentliches Kündigungsrecht verzichten und über die 2,3fachen sowie 3,5fachen Regelhöchstsätze der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) hinaus leisten.

Insgesamt hätten die Tester ein sehr hohes Niveau beobachtet. Knapp die Hälfte der Tarife erreichten die Bestbewertung von fünf Sternen. „Das Niveau in der Privaten Zahnzusatzversicherung steigt stetig. Die Anzahl der vier und fünf Sterne Tarife hat seit 2019 um 26 Tarife zugenommen“, sagt Thorsten Bohrmann, Senior Versicherungsanalyst bei Morgen & Morgen. Viele Tarifkombinationen würden sich vor allem stark in der prozentualen Höhe der Leistung und den immer differenzierteren Bedingungen unterscheiden. „Wir beobachten, dass Anbieter zunehmend mindestens einen Tarif anbieten, der 100 Prozent leistet. Hier findet aktuell der Wettbewerb statt“, erklärt Bohrmann. Wobei die meisten Tarife zwischen 70 und 90 Prozent der Behandlungskosten übernehmen würden. Ein Teil der Tarife werde aktuell immer höherwertiger und schließe beispielsweise auch Schönheitsbehandlungen, wie Bleaching, ein. Damit zeigt sich eine größer werdende Spreizung, die sich folglich auch in einer starken Preisrange zeigt.

Hälfte der Tarife sind "ausgezeichnet"

Insgesamt 100 mal konnte das Unternehmen aus Hofheim im Taunus die Höchstbenotung von 5 Sternen vergeben, und das bedeutet ein „ausgezeichnet“. Über diese Bewertung freuen sich die Versicherer Allianz, Alte Oldenburger, Arag, Barmenia, DA Direkt, BBKK, Concordia, DA Direkt, Debeka, Deutsche Familienversicherung, Die Bayerische, DKV, Envivas, Generali, Gothaer, Hallesche, Huk-Coburg, Inter, Janitos, LVM, Münchener Verein, Nürnberger, Ottonova, R+V, SDK, Stuttgarter, UKV, Universa, VGH Provinzial, VRK und Württembergische.

Immerhin 39 Tarife erhielten 4 Sternchen zugesprochen und damit eine „sehr gute“ Bewertung. Diese verteilten sich auf 18 Versicherer. Im Mittelfeld finden sich insgesamt 34 Tarife und damit knapp ein Sechstel der untersuchten Tarife. Lediglich 22 der durchleuchteten Tarife musste sich nach der Interpretation von Morgen & Morgen mit einer unterdurchschnittlichen Bewertung begnügen. Mit 2 Sternchen ("schwach") Vorlieb nehmen mussten Angebote der DEVK, Envivas, Hallesche, HanseMerkur, Münchener Verein und Vigo. In der Auswertung wurden fünf Angebote mit nur einem Sternchen bedacht. Drei Tarife der Mecklenburgische sowie jeweils ein Angebot vom Münchener Verein und Universa wurden als "sehr schwach" eingestuft. Interessierte finden die detaillierte Liste aber auf der Webseite von Morgen & Morgen.