In den vergangenen Wochen waren die deutschen Lebensversicherer gleich mehrfach unter die Lupe genommen worden. So hatte das Analysehaus Ascore knapp 86 Prozent der Unternehmen eine "sehr gute" oder bessere Bewertung zugesprochen. Lediglich drei Gesellschaften erhielten zwei Kompasse und wurden damit als "ausreichend" eingestuft. Eine schlechtere Bewertung gab es nicht.

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Deutlich kritischer waren die Tester vom Analysehaus Morgen & Morgen. Sie stuften 21 Lebensversicherer mit dem Ergebnis "schwach" oder "sehr schwach" ein. Das ist genau ein Drittel der untersuchten Unternehmen. Gleichzeitig wurde aber auch acht mal die Höchstwertung "fünf Sterne" vergeben. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Spitzengruppe gewachsen. Im 2019er Rating hatten sich noch sechs Unternehmen auf dem Siegerpodest getummelt.

Nun hat auch das Ratinghaus Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) die Lebensversicherer benotet. Dabei haben die Tester aus Altenstadt an der Waldnaab die Finanzkraft der Unternehmen genauer unter die Lupe genommen. Im Rating wurden 75 Versicherer auf 24 Kriterien hin untersucht. In Summe konnten die Prüfer 210 Punkte verteilen. Wobei anhand von Stabilität, Sicherheit, Ertragskraft und Markterfolg Punkte vergeben worden.

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Für die Bewertung hätten die IVFP-Tester nur Werte untersucht, die sich aus den Zahlenwerken der Lebensversicherungsunternehmen respektive dessen Einbettung in eine Unternehmensgruppe (Konzernbericht) und aus öffentlich zugänglichen Quellen (Geschäftsbericht, BaFin-Berichte) herauslesen lassen. Positiv bewertet wurde unter anderem ein hoher Bestand an Verträgen sowie eine hohe RfB-Zuführungsquote in Prozent der verdienten Bruttobeiträge. Für das aktuelle Rating habe IVFP auch an den Prinzipien der Punktevergabe geschraubt. Ziel sei es, die Unternehmen noch fairer und objektiver zu bewerten. Nähere Details zu den Rating-Kriterien finden sich auf der Webseite des IVFP.