Seit Februar 2018 gilt nach IDD die 15-stündige Weiterbildungspflicht. Viele Versicherungsvermittler sammeln fleißig Weiterbildungspunkte. Das zeigen aktuelle Zahlen der Weiterbildungs-Interessengemeinschaft gut beraten. Demnach hätten bereits 52.297 Teilnehmer die Zielvorgabe für das laufende Jahr erreicht. Überdies hätten sich 12.646 Personen sogar 30 Stunden weitergebildet. Wobei diese Zahlen nicht wirklich aussagekräftig sind. Denn IDD-Stunden können in einem Zeitraum von zwölf Monaten nachgetragen werden.

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Die durchschnittliche Bildungszeit pro aktivem Teilnehmer liege für 2020 bei 12:36 Stunden. Seit dem Start im Jahr 2014 seien in Summe 22.093.679 Stunden der Weiterbildung dokumentiert worden. Allein in den vergangenen drei Monaten seien weitere 1.889.406 Stunden hinzugekommen.

Bei den Bildungskonten wurde bis Ende 2019 lediglich die Gesamtzahl der Konten veröffentlicht. Hier hatte die Zahl der Konten zum Ende des Vorjahres bei 180.623 gelegen. Seit dem ersten Quartal 2020 vermeldet die Initiative nur noch die aktiven Zugänge. Demnach würden aktuell 150.060 Konten tatsächlich genutzt. Bei den aktiven Konten hat sich der Wert seit Juni um 112 Teilnehmer vergrößert. Im Vergleich zum Jahresbeginn seien allerdings 2.323 Teilnehmer hinzugekommen.

Derzeit beteiligen sich an der Weiterbildungs-Gemeinschaft 48.215 Ausschließlichkeitsvermittler (32 Prozent) und weitere 31.649 Vermittler im angestellten Außendienst (21 Prozent). Makler (26.033) und Mehrfachagenten (9.020) haben einen Anteil von 23 Prozent. 22.455 Personen mit einem Weiterbildungskonto sind Mitarbeiter eines Versicherungsunternehmen (15 Prozent). Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Bei den genutzten Lernformen gab es bereits Ende 2019 die Wachablösung an der Spitze. Bis dahin waren stets die Präsenzveranstaltungen in der Beliebtheit der Nutzer ganz vorne gewesen. Wobei ihr Anteil im Zeitraum von Ende 2015 bis Ende Dezember 2019 von 66 Prozent auf 47 Prozent zurückgegangen war. Im zweiten Quartal waren Präsenzveranstaltungen Corona-bedingt auf fünf Prozent abgestürzt. Gleichzeitig waren alle E-Learning-Varianten auf einen Anteil von 92 Prozent gestiegen. Dazu gehörten beispielsweise selbstgesteuertes und gesteuertes E-Learning sowie blended-Learning. Im dritten Quartal haben sich die Anteile wieder leicht normalisiert. Denn Präsenzveranstaltungen machten einen Anteil von zwölf Prozent und E-Learning-Varianten einen Anteil von 86 Prozent aus.