Für Versicherungen gelten strenge Compliance- und Berichtspflichten, das Marktumfeld ist hochreguliert. Laufend müssen neue gesetzliche Anforderungen erfüllt werden, so zum Beispiel in den letzten Jahren die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), Provisionsdeckel, Richtlinien zur betrieblichen Altersversorgung und Governance- und Informationspflicht in Echtzeit an die BaFin. Jede neue Regelung erfordert mehr Transparenz und Compliance, aber auch ständige Anpassungen von IT-Systemen und Geschäftsprozessen. Dies alles erfordert eine stets aktuelle Kommunikation in Richtung der Kunden, denn Versicherungen besitzen einen immensen Schatz an Kundendaten. Eine hohe Datenqualität ist deshalb unerlässlich, um stets auf professionelle und effiziente Weise mit den Geschäftspartnern zu kommunizieren. Denn die Daten sind neben der Compliance für eine Vielzahl weiterer Geschäftsfelder und -prozesse relevant: Marketing und Sales richten die personalisierte Kundenansprache mit individuell maßgeschneiderten Angeboten darauf aus; im Controlling oder der Buchhaltung sind unvollständige oder fehlerhafte Daten belastend.

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Axel Schmale ist Account Manager bei Uniserv und Branchenexperte für den Finanzsektor.UniservKeine Rundumsicht auf Kunden möglich

Die Wichtigkeit und Dringlichkeit einer qualitativ hochwertigen Datenbasis ist den Entscheidern der Branche bekannt: 95 Prozent der Manager aus der Finanz- und Versicherungsbranche ist es wichtig, eine Rundumsicht auf ihre Kunden und Geschäftspartner zu haben. Das ergab eine aktuelle Umfrage von YouGov im Auftrag von Uniserv, Experte für Customer Data Management, in der Entscheider bei Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen zu ihren Herausforderungen im Umgang mit Geschäftspartnerdaten und ihren Wünschen für die künftige Handhabung dieser befragt wurden. Die Rundumsicht auf alle Kundendaten ist die Voraussetzung für Unternehmen, um ein umfassendes, eindeutiges und belastbares Kundenprofil zu erhalten.

Ein knappes Drittel der Befragten (30 Prozent) findet jedoch, dass ihr Unternehmen der Komplexität des Datenmanagements (noch) nicht gewachsen ist. Jedes dritte Finanz- oder Versicherungsunternehmen steht also immer noch vor der Herausforderung, (Stamm-)Daten von Geschäftspartnern zu pflegen, effizient zu verwalten und zu eindeutigen Profilen zu konsolidieren. Dies ist manuell ein immenser Aufwand und nicht selten sind Datensätze daher fehlerhaft.

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Wenn Unternehmen ihr Datenmanagement vernachlässigen, entstehen dabei weitreichende Konsequenzen. 20 Prozent der befragten Entscheider können keine lückenlose Customer Journey mit ihren vorhandenen Geschäftspartnerdaten abbilden, und weitere 20 Prozent können nicht einschätzen, ob die Datenqualität diesem zentralen Element von Marketing und Sales überhaupt genügt. Alarmierend, denn so werden etwa 40 Prozent des Sales-Potenzials vergeudet. Auch weitere hilfreiche Erkenntnisse, wie etwa die Haushaltsabbildung, also die Zugehörigkeit mehrerer Personen zu einem Haushalt, lassen sich aus unzureichenden Daten nicht ableiten.