Kommt es in der Familie zum Trauerfall, sehen sich Hinterbliebene zahlreichen organisatorischen Aufgaben gegenüber: So muss spätestens am dritten Werktag nach dem Todesfall die Sterbeurkunde beantragt werden. Dafür braucht man Ausweispapiere des Verstorbenen, den Totenschein, Geburtsurkunde sowie Papiere und Nachweise zum jeweiligen Familienstand (z.B. Heiratsurkunde, Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des verstorbenen Partners). Zu beantragen ist die Sterbeurkunde beim Standesamt am Sterbeort; nicht am Wohnort des Verstorbenen.

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Die Sterbeurkunde sollte gleich in mehrfach ausgestellt werden, denn sie muss bei mehreren Ämtern und auch Firmen vorgelegt werden. Zum Beispiel, wenn laufende Verträge oder Konten gekündigt oder der Verstorbene bei Behörden abgemeldet werden soll.

Einkommen fällt weg

Je nach Familiensituation sind weitere Schritte notwendig. Etwa die Beantragung von Hinterbliebenenrente oder die Klärung des Krankenversicherungsschutzes. „Nach einem Todesfall müssen Hinterbliebene nicht nur mit der Trauer fertig werden, sondern auch mit finanziellen Schwierigkeiten, ausgelöst beispielsweise durch den Wegfall eines Einkommens. Um das zu verhindern, ist es enorm wichtig, sich frühzeitig um die Absicherung der Familie, des Partners oder der Partnerin zu kümmern. Gerade Vermittler können das stark emotional aufgeladenen Thema Tod sachlich ansprechen und die Versorgungslücke aufzeigen“, sagt Hermann Schrögenauer, Vorstand der LV 1871.

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Wie groß diese Versorgungslücke ist, zeigt eine repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag der LV 1871. Dafür wurden im September 2020 2.505 bzw. 2.508 Teilnehmer zur Absicherung ihres eigenen Todes befragt. Den Ergebnissen zufolge könnten 44 Prozent der Befragten durch den Wegfall des Einkommens ihres Partners in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Gleichzeitig hat fast ein Viertel (23 Prozent) der Umfrageteilnehmer seine Liebsten noch nicht abgesichert, obwohl für deren Familie und Partner eine Absicherung durchaus wichtig wäre (siehe Grafik).