Die fünfte ViFit steht an und diesmal unter besonderen Auflagen. Wie sieht das Hygiene-Konzept für die VIFIT aus?

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Dirk Erfurth: Für unser 5-jähriges Jubiläum haben wir über das Hotel und mit dem Gesundheitsamt Leipzig ein Hygiene-Konzept erarbeitet, das auf unser Format angepasst ist. Viele der bekannten Regelungen sind darin berücksichtigt. Wir haben z.B. für jeden Vortrag eine Vorab-Registrierung eingeführt und der Messerundgang darf dieses Jahr nur in eine Richtung erfolgen. Das Hygienekonzept sieht keine Maskenpflicht während VIFIT vor.

Können auch Kurzentschlossene spontan am Donnerstag in Leipziger Westin-Hotel vorbeischauen?

Den besonderen Bedingungen geschuldet, ist für Kurzentschlossene nur noch bis Mittwoch, 12 Uhr, die vorherige Anmeldung möglich.

Wo lagen denn die größten Hindernisse bei der Organisation in diesem Jahr?

Nachdem reihenweise Events abgesagt worden sind, bestand natürlich lange Zeit Unsicherheit, ob 2020 eine solche Veranstaltung überhaupt stattfinden darf. Nach den ersten Lockerungen ging es um die zugelassene Besucherzahl und zuletzt um die Umsetzbarkeit der Anforderungen und des Hygienekonzeptes. Sich darauf einzustellen und zu reagieren, war eine immense Herausforderung. Wir haben uns voll auf die neu gestellten Aufgaben konzentriert und diese im Team mit viel zusätzlicher Anstrengung bewältigten können.

Spiegelt sich die Pandemie auch im Vortragsprogramm? Oder wo setzen Aussteller und Keynote-Speaker in diesem Jahr Schwerpunkte?

Ich hoffe, es wird nicht zu viel über die Pandemie gesprochen, denn es gibt auch ein Leben ohne, bzw. nach Corona. Einige Vorträge werden natürlich unter dem Eindruck der letzten Monate die Pandemie und auch deren Folgen aufgreifen. Ein Schwerpunkt wird die Zukunft des Maklerberufs sein. An dieser Stelle seien stellvertretend die Podiumsrunde „Vertriebsmodelle der Zukunft - Wie Makler ihre Einnahmen verbessern können“ mit Standard Life, Zurich, PaleoMental, Dr. Peter Schmidt und diPAY oder auch der Keynote-Vortrag von Klaus Hermann „Die wilden Zwanziger - Keine Angst vor Veränderungen“ genannt.

Die Branche hat einen enormen Digitalisierungsschub erlebt. Warum sind regionale Vor-Ort-Treffen wie VIFIT trotzdem noch zeitgemäß?

Die Versicherungs- und Finanzbranche hat sich in den letzten sechs Monaten nachhaltiger verändert, als in den letzten 30 Jahren. Mit Mut und Zuversicht entstehen auf Anbieter- und Vermittlerseite neue Geschäftsmodelle, die sehr oft vom angesprochenen Digitalisierungsschub angetrieben und profitieren werden. Ich persönlich habe allerdings eine gewisse Müdigkeit bei Onlineschulungen festgestellt, auch wenn diese sehr bequem sein können. Regionale Vor- Ort-Treffen, wie unsere VIFIT, werden meiner Meinung nach gerade durch die Digitalisierung vieler Bereiche an Bedeutung gewinnen, denn sie schaffen einen beim Vermittler gewünschten Ausgleich zu den oft unpersönlichen Online-Events. Denn nur im direkten und persönlichen Austausch zwischen Menschen liegt die unverzichtbare Grundlage für gute und gepflegte Geschäftsbeziehungen. Diesen Rahmen wollen wir unseren Ausstellern und Besuchern bieten.