Versicherungsbote: Die Dialog hat sich erneuert: neue organisatorische Aufstellung, neues Corporate Design, neue modern gestaltete Webseite etc. Sie selbst argumentieren, Sie wollen sich als Marke neu definieren. Warum wurde es notwendig, einen Neuanfang zu wagen?

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Stefanie Schlick: Nicht nur die Dialog hat sich erneuert, sondern die gesamte Generali in Deutschland hat sich mit den drei Säulen Exklusivvertrieb, Direktvertrieb und Maklervertrieb strategisch neu aufgestellt: Das bedeutet erheblich mehr als nur eine Frischzellenkur. Mit der Dialog haben wir den neuen Maklerversicherer der Generali in Deutschland geschaffen: eine große Aufgabe, die wir erfolgreich meistern konnten.

Stefanie Schlick, Vorstand Dialog Versicherung AG und Head of Broker Generali Deutschland AGDialogZunächst haben wir die Maklerorganisation innerhalb des Konzerns neu aufgebaut. Das heißt, wir haben nicht nur den Maklerbereich unter das Dach der Marke Dialog gezogen, sondern zudem die Dialog Versicherung neu gegründet und die Bestände der ehemaligen Generali Versicherung hierauf abgespalten. Dieser Abspaltung hatte die Aufsichtsbehörde BaFin im letzten Jahr nach umfassender Prüfung zugestimmt. Als weiteren Schritt haben wir den auf dem Maklermarkt bereits sehr etablierten Biometrieversicherer unter die neue Marke Dialog gestellt: Er ist nun auch Risikoträger für unser bAV-Geschäft.

Diese Schritte begründen, weshalb ein Rebranding erforderlich wurde: die Neudefinition der Dialog als Marke. Mit Produkten zur Absicherung biometrischer Risiken, betrieblicher Altersversorgung sowie Sachversicherungen für Privat- und Firmenkunden sind wir jetzt breit aufgestellt. Zudem wollten wir neuer und frischer auftreten, haben unsere neue Marke bewusst offline und online positioniert, den Webauftritt zeitgemäß und digital gestaltet und dafür gesorgt, dass die Dialog auch in Online-Medien gut sichtbar ist.

Mit den zwei Risikoträgern der Dialog Lebensversicherung und Sachversicherung ist ein großer neuer Player für den deutschen Maklermarkt entstanden. Unsere unabhängigen Vertriebspartner erhalten nun alles aus einer Hand – sowohl für das Privat- als auch für das Firmenkundengeschäft.

Die Dialog hat auch ihre Produkte überarbeitet und neue Tarife eingeführt. Können Sie uns einen kleinen Einblick geben: Was ist neu? Sind weitere neue Tarife für die nahe Zukunft geplant?

Die Neupositionierung ging mit der Überarbeitung zahlreicher Produkte einher. Um Beispiele zu nennen: Die Dialog hat im August letzten Jahres in der Lebensversicherung einen neuen Berufsunfähigkeitsversicherungs-Tarif auf den Markt gebracht, den SBU-go-professional. Er bietet jungen Leuten einen vollwertigen Berufsunfähigkeitsschutz zu einer um vierzig Prozent reduzierten Einstiegsprämie. Mit diesem Tarif wird jungen Menschen der Weg zu einer der wichtigsten Absicherungen ermöglicht. Denn wir wissen, dass viele Schüler, Auszubildende und Studenten keinen BU-Schutz haben und auch das Risiko unterschätzen: Diese Zielgruppen wollen wir vermehrt ansprechen.

Im Kraftfahrt-Bereich haben wir unsere Tarife deutlich im Preis gesenkt und im Kleinflotten-Geschäft ein neues Produkt eingeführt, mit dem Firmenkunden eine Flotte schon ab drei Fahrzeugen versichern können. Dieses Angebot wird sehr gut vom Markt angenommen. Im Gewerbegeschäft für kleine und mittlere Unternehmen haben wir eine Agrarschutz-Police ins Programm genommen, kombiniert mit einem Landwirtschafts-Rechtsschutz. Dieser bietet den Landwirten einen Rundumschutz für Haus und Hof. Die Agrarwirtschaft ist eine interessante Zielgruppe mit mehr als 260.000 Landwirtschaftsbetrieben in Deutschland, da sehen wir großes Potential.

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Wir werden weiterhin unsere Privatkunden-Produkte optimieren – wie immer in enger Rücksprache mit unseren Vertriebspartnern. Zudem werden wir unsere komplette Gewerbepalette überarbeiten. Gewerbe wird in diesem Jahr an Bedeutung gewinnen. Und natürlich optimieren wir fortlaufend unsere Produkte. Regelmäßig führen wir Produktplanungsrunden durch, bei denen wir auch externe Partner befragen: Welche Angebote müssen wir überarbeiten, damit sie besser auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind? Welche müssen neu entwickelt werden?