Das führt Assekurata am Beispiel der Allianz aus: Mit Blick auf das Nettoergebnis für den Bestand zählt die Allianz zu den großen Verlierern. Jedoch: Seit Jahren steigert die Allianz kontinuierlich ihren Bruttozugang in der Vollversicherung. Dieser Erfolg jedoch wird durch die Statistik nicht wahrnehmbar, da die Allianz die Abgänge insbesondere durch Tod oder Wiedereintritt der Versicherungspflicht nicht ausgleichen kann.

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Die großen Bestandsverlierer

Ungewollt Rang eins beim Mitglieder-Schwund ist die DKV – mit eingenommenen Bruttoprämien in Höhe von 4,869 Milliarden Euro in 2018 Deutschlands zweitgrößter privater Krankenversicherer nach Prämieneinnahmen (der Versicherungsbote berichtete), nach dem Versichertenbestand jedoch „nur“ auf Rang drei. Das Netto-Ergebnis für den Bestand sieht hierbei wenig erfreulich aus: Einen Verlust von 18.410 Vollversicherten musste die DVK in 2018 beklagen.

Dahinter: Die Allianz, die trotz der kontinuierlich steigenden Bruttozugänge einen Nettoverlust von 10.615 Vollversicherten beklagen musste. Auf Rang drei und Rang vier der Nettoverlierer liegen zudem, knapp beieinander, die Central und die Bayerische Beamten: Die Central beklagt einen Verlust von 6.896 Verträgen, die Bayerische Beamten einen Verlust von 6.855 Verträgen.

Bestandsverlierer in der PKV 2018Assekurata

Die größten deutschen Krankenversicherer nach Vollversicherungen

Wie sieht nun aber, nach den Veränderungen in 2018, die "Top Ten" der größten PKV-Unternehmen aus Sicht der Ratingexperten aus? Stellt man die aktuelle Zahl der versicherten Personen für die Krankenvollversicherung gegenüber, die nach Zu- oder Abgängen in 2018 netto bleiben, ergibt sich aktuell folgende Rangliste der größten PKV-Krankenversicherer nach vollversicherten Mitgliedern:

  1. Debeka: 2.397.740
  2. Axa: 795.005
  3. DKV: 757.692
  4. Signal Iduna: 621.411
  5. Allianz: 601.016
  6. Huk-Coburg: 415.705
  7. Continentale: 404.339
  8. Bayerische Beamten: 321.623
  9. Central: 314.414
  10. Barmenia: 298.894