#Facebook verliert erstmalig Nutzer. Die, die bleiben, verbringen dort weniger Zeit als zuvor. Die Konkurrenz im Newsfeed wird so immer größer. Für die Assekuranz wird Facebook 2019 zunehmend uninteressant im Content Marketing, aber bleibt relevant für zielgruppengenaue Werbung.

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MarKo Petersohn

MarKo Petersohn ist seit 2012 das As im Ärmel der Versicherungsbranche im #Neuland. Mit seinem Fokus auf Medien und die Mediengesellschaft berät er Versicherer bei ihrer zukunftsfähigen Ausrichtung. Er schult die Vermittler in Seminaren und Workshops zu den Herausforderungen durch Social Media und Digitalisierung. Auch im Auftrag des Bildungsministeriums NRW und des BWV Bildungsverbandes, wo er Mitglied im Prüfungsausschuss zur „Digitalen Kommunikation in der Versicherungsbranche“ ist. Außerdem ist MarKo Petersohn Mitbegründer der Onlinemarketinggesellschaft für Versicherungsvermittler und verleiht auf der DKM den OMGV Award für herausragendes Onlinemarketing. Neben diesen Tätigkeiten besitzt er seit 2015 einen Lehrauftrag an der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft zum Thema „Medienwissenschaften und Kommunikation“. Auf Twitter finden Sie ihn unter @markopetersohn.

Im vergangenen Jahr verlor Facebook das erste Mal in seiner Geschichte Nutzer. Hinzu kommt, dass die verbleibende Nutzerschaft immer weniger Zeit auf der Plattform verbringt. Bis zu 24 Prozent weniger als in den vorherigen Jahren. Im Gegensatz dazu werden gleichzeitig immer mehr Unternehmen auf Facebook aktiv. Was dazu führt, dass auf der einen Seite immer mehr Inhalte veröffentlicht werden; und auf der anderen Seite weniger Nutzer weniger Postings im Newsfeed konsumieren. Die Folge ist, dass die durchschnittliche organische Reichweite jedes einzelnen Beitrags sinkt.

Um den Reichweitenverlust auszugleichen, können gewerbliche Nutzer immer mehr Inhalte veröffentlichen, was dazu führt, dass man den vorhandenen Content Schock weiter verstärkt. Das bedeutet, dass die Menge der Inhalte, welche um die Aufmerksamkeit der Konsumenten konkurrieren, exponentiell ansteigt. In gleichem Maße sinkt die durchschnittliche Aufmerksamkeit pro Inhalt (der Versicherungsbote berichtete). Hinzu kommt, dass sie entweder mehr Zeit aufwenden müssen, um die gleiche Content-Qualität zu produzieren, oder sie verwenden die gleiche Zeit, woran die Qualität leiden könnte. So oder so ist es eine lose-lose-Situation.

Wenn man professionell auf Facebook aktiv ist und es nicht aus Zeitvertreib oder zum Selbstzweck, dann ist es unvermeidbar mit Werbebudget zu agieren, um Aufmerksamkeit zu kaufen. Dies erkennen auch immer mehr Unternehmen und konkurrieren um die begrenzten Werbeplätze im Facebook-Feed. Was wiederum zur Folge hat, dass diese nach den Gesetzen des Marktes zunehmend teurer werden. Was allerdings nicht bedeutet, dass man Facebook den Rücken kehren sollte. Ganz im Gegenteil!

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Denn die Nutzer sind zwar weniger auf Facebook, aber dafür nutzen sie immer mehr Instagram, WhatsApp und den Facebook-Messenger. Es gibt weiterhin keine Plattform, auf der man Zielgruppen besser auswählen und erreichen kann, als Facebook. Man muss einzig und allein die Frage beantworten, ob man das Werbebudgets in gezielte Produktkampagnen oder in Content-Marketing-Beiträge investiert.