Die Content-Marketing-Sause ist vorbei. Was jetzt zählt sind Zahlen, Fakten und Wirtschaftlichkeit. Schon 2017 wurden sekündlich mehr Inhalte produziert, als Nutzer an einem Tag konsumieren können. 2018 wird diese Zahl noch angestiegen und auch 2019 wird die Masse an Content weiter rasant zunehmen.

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MarKo Petersohn

MarKo Petersohn berät und unterstützt mit seinem Unternehmen „As im Ärmel“ Versicherungen und Vermittler bei ihrer Kommunikation in den neuen Medien. Zusätzlich verfasst er Branchenstudien und ist als Veranstalter des Veranstalter des Online Marketing Bootcamp 2019 aktiv. Außerdem besitzt der Magister der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft seit 2015 einen Lehrauftrag an der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft zum Thema „Medienwissenschaften und Kommunikation“. Auf Twitter agiert er als @asimaermel.

Das Dramatische ist hierbei nicht, dass die Masse an kurzweiligem Cat-Content zunimmt, sondern die an Qualitätsinhalten. Denn seit Jahren zeigt sich, dass die Inhalte der gesamten Versicherungsbranche immer professioneller, immer besser und somit immer kostspieliger werden. Last but not least nimmt die Produktion von Inhalten immer mehr Zeit ein. Gleichzeitig sinken jedoch Reichweiten, Reaktionen und jegliche KPIs im Content-Marketing exponentiell.

"Content Schock": mehr Content, weniger Aufmerksamkeit

Dieses Phänomen nennt man den „Content Schock“ und er ist in Fachkreisen seit 2014 bekannt. Es bedeutet, dass die Menge der Inhalte, welche um die Aufmerksamkeit der Konsumenten konkurrieren exponentiell ansteigt und in gleichem Maße sinkt die durchschnittliche Aufmerksamkeit pro Inhalt.

Der Content Schock hat mittlerweile die Versicherungsbranche erreicht und seine Auswirkungen werden immer stärker zu spüren sein. Mit anderen Worten: Content-Marketing rechnet sich immer weniger. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis mehr zum Ergebnis. Es muss und wird (bei den einen früher, den anderen später) ein Umdenken stattfinden. Was allerdings nicht bedeutet, dass Inhalte in Zukunft irrelevant sind. Ganz im Gegenteil!

Bildquelle: https://www.unikainfocom.in/blog/happens-internet-every-second/

Bewerbung des Inhaltes gewinnt mehr Bedeutung

Allerdings umfasst das professionelle Content-Marketing nicht nur die Herstellung, sondern auch zielgerichtete Distribution der Inhalte. Und hier wird es zu Veränderungen kommen. In Zukunft muss Budget von der Content Creation hin zur Content Promotion verschoben werden. Anstatt täglich 30 Minuten zu verwenden, um irgendwelche Inhalte zu produzieren, damit man irgendwas posten kann, empfiehlt es sich zukünftig pro Woche 1,5 Stunden zu verwenden, um einen gezielten Inhalt zu produzieren und die gesparte Zeit in die Bewerbung des Inhaltes zu investieren.

Quelle: As im Ärmel

Da es gern falsch verstanden wird, muss ich abschließend noch einmal explizit darauf hinweisen: Ich will Ihnen nicht den Spaß an Social Media nehmen. Wenn Sie gern Fotos machen, Bilder bearbeiten oder Videos drehen und das alles posten, dann machen Sie das gern weiter. Nur seien Sie sich bewusst, dass dies ein Hobby ist. Ich möchte Ihnen ihr Hobby nicht nehmen! Mir geht es um den professionellen Einsatz von Content Marketing und die zunehmende Unwirtschaftlichkeit, welche sich nur mit Content Promotion ausgleichen lässt.

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Resümee: Die Qualität der Social Media Inhalte in der Versicherungsbranche steigt immer weiter, gleichzeitig sinkt die organische Reichweite. Der Content-Schock ist Realität. Wer seine Inhalte nicht mit Werbebudget unterstützt, wird 2019 keinen Erfolg im #ContentMarketing haben.