Das Ergebnis: 38 Prozent der Befragten aus der Gesamtgruppe stimmen der Aussage zu, dass „Versicherte, die unterdurchschnittlich verdienen, ... für ihre Beiträge einen höheren Rentenanspruch erwerben“ sollten. Immerhin 22 Prozent wollen aber am jetzigen Äquivalenzprinzip festhalten. 11 Prozent meinen sogar, es sollten eher jene Versicherten einen höheren Rentenanspruch erwerben, die „überdurchschnittlich verdienen“. Und eine auffallend große Gruppe von 20 Prozent gibt an, diese Frage nicht beurteilen zu können.

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Die größte Zustimmung eines höheren Rentenanspruchs für niedrige Einkommen kommt erneut aus der Gruppe der 55- bis 64- Jährigen: 49 Prozent dieser Gruppe können sich mit der Idee anfreunden. Und erneut sind es wieder die Wähler der Grünen, die dieser kühnen Idee am meisten abgewinnen können: Die Zustimmung aus dieser Gruppe beträgt sogar 57 Prozent. Für ein Festhalten am jetzigen Prinzip der Teilhabeäquivalenz sind hingegen besonders Wähler der FDP und der CDU mit Werten von je 34 Prozent.

Auffallend: 21 Prozent der FDP-Wähler meinen, man solle für überdurchschnittliche Einkommen einen noch höheren Rentenanspruch erwerben. Damit „stechen“ die FDP-Wähler bei dieser Antwort zahlenmäßig besonders heraus. Aber auch aus anderen Parteien kommt Zustimmung: 14 Prozent der SPD-Wähler, 13 Prozent der CDU-Wähler, 12 Prozent der Linken-Wähler oder der AfD-Wähler sowie immerhin noch 10 Prozent der Grünen- Wähler wollen ebenfalls hohe Einkommen beim Rentenanspruch noch besser bewertet sehen.

Die Befragung zeigt: Es gibt Sehnsucht nach Alternativen

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Dennoch: Wenn eine Mehrheit Vorschlägen wie einer Aufweichung der Teilhabeäquivalenz gegenüber aufgeschlossen ist, zeigt sich der Wunsch nach einer Reform der gesetzlichen Rente. Die Menschen wollen mehrheitlich ein System, das sowohl bei der Gerechtigkeitsfrage als auch bei der Mindestabsicherung Alternativen zum Status Quo bietet. Das kann man als durchaus überraschende Erkenntnis aus der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts mitnehmen.