Suchen Verbraucher im Internet einen Ansprechpartner in ihrer näheren Umgebung, nutzen sie in der Regel die größte Suchmaschine. Bei der Suche werden häufig nur lose Wortkombinationen eingegeben. Diese sogenannte Suchphrasen sehen in etwa so aus: „Versicherung Köln“ und allein nach diesen beiden Wörtern wird monatlich im dreistelligen Bereich gesucht. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmen Mediaworx Berlin hervor.

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Die Suche ist speziell für Versicherungsbüros durchaus interessant. Denn die Suche nach neuen Kunden kann mit einer vernünftigen Visitenkarte im Internet und einer guten Platzierung in der Suchmaschine deutlich leichter fallen. Die Branche spricht bei der erfolgreichen Empfehlung via Google von einem Lead.

In einem aktuellen Wettbewerbsvergleich hat Mediaworx die Geschäftsstellen und Vertriebspartner-Büros von 24 Versicherungsgesellschaften in 40 Städten Deutschlands mittels der Suchphrase „Versicherung + Stadt“ untersucht. Dabei konnten vor allem die Vertreter der Ergo, der Nürnberger und der Württembergischen überzeugen. So erreichten die Versicherungsbüros der Huk-Coburg eine durchschnittliche Google-Position von 10,9. Im Durchschnitt liegt die Platzierung aller untersuchten Versicherer bei 49,1 oder eben auf der fünften Seite der Suchergebnisse.

Auf Platz zwei und drei landen die Nürnberger (11,9) sowie die Württembergische (15,0). Alle drei Unternehmen auf dem Treppchen konnten sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Während die Ergo sich um 2,1 Positionen im Google-Ranking verbesserte, konnten Nürnberger 7,7 und die Württembergische 6,2 Plätze bei der Suchmaschine gut machen. Doch selbst die drei Sieger des Test landen in der Google-Suche im Durchschnitt nur auf der zweiten Seite der Suchergebnisse.

Ergebnisse auf Google-Seite zwei sind de facto unsichtbar

Allerdings werden eigentlich nur die Ergebnisse der ersten Seite bei Google wahrgenommen. Das zeigt eine Auswertung des SEO-Dienstleisters Sistrix. Demnach entfallen fast 60 Prozent aller organischen Klicks auf die erste Position der Suchergebnisse. Position zwei erhält immerhin noch rund 15 Prozent der Klicks. Bei den folgenden Plätzen sinkt die Klickwahrscheinlichkeit rapide. So bekommt beispielsweise der erste Platz auf Seite zwei und damit Position elf der Suche nur noch 0,17 Prozent aller organischen Klicks.

Mit einer gezielten Verbesserung des lokalen Google-Rankings können Vermittler durchaus messbare Erfolge feiern. Dies ist allerdings in weniger dicht besiedelten Gegenden einfacher zu erreichen, als zum Beispiel in Großstädten wie Berlin oder München.

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Im Vergleich zur Auswertung aus dem Vorjahr sind vor allem die Platzhirsche deutlich abgerutscht. So landet die Huk-Coburg als Gewinner aus 2017 diesmal nur auf dem fünften Rang. Auch die Allianz als Vorjahresdritter kommt in diesem Jahr nur auf Platz sechs ein. Das Schlusslicht im Ranking sind die Vertriebsbüros der WWK. Sie kommen auf einen durchschnittlichen Google-Rang von 97,5. Nur marginal besser schneiden die Vertreter der Helvetia (95,5) und Generali (93,3) ab. Wobei die Vermittler der Generali damit zu kämpfen haben, dass ihre Webauftritte nach der Überführung in Richtung DVAG aufgelöst worden.