Im Kern ist die Cyber-Versicherung wie jedes andere Versicherungsangebot: Sie ermöglicht den Risikotransfer für Vermögensschäden einer Organisation in die Bilanz des Versicherers. Gleichwohl bietet sie auch einen wertvollen „Service“, indem Organisationen geholfen wird, den Prozess eines Schadenvorfalls mit Unterstützung eines starken spezialisierten Partners zu managen.

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Sieht man sich nun den Stand der Unternehmen hinsichtlich einer solchen Absicherung genauer an, wird schnell klar: Zwar sind einige Organisationen bereits mit robusten Plänen für eine adäquate Reaktion auf Cyberangriffe ausgestattet und könnten – zumindest theoretisch – bei einem potenziellen Vorfall richtig reagieren; für die Mehrheit gilt dieser Status allerdings nach wie vor – leider – nicht. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema und der eigentlichen Bedrohung hat häufig noch nicht stattgefunden oder wird kurzerhand mit den Worten „So etwas passiert uns schon nicht“ oder „Unsere Daten sind viel zu unwichtig – was soll ein Hacker damit?“ zur Seite gewischt. Die tatsächliche Tragweite eines wirklichen Cyber-Vorfalls wird schlicht nicht erkannt.

Zudem ist weiterhin meist unbekannt, was die Cyber-Versicherung eigentlich mit sich bringt, ist sie doch mehr als eine Ein-Komponenten-Abdeckung. Durch eine diverse Reihe von Deckungsangeboten, die auf variable Weise zusammengestellt werden können, schafft der Abschluss einer entsprechenden Police Vorteile für die Versicherungsnehmer. Diese umfasst auch die Möglichkeit, die Deckung kundenzentriert anzubieten, um so der individuellen Kaufstrategie des Kunden zu entsprechen.

Erfahrene und qualitativ hochwertige Cyber-Versicherungsträger sind darüber hinaus in der Lage, bei Vorfällen einzugreifen und eine Reaktion zu koordinieren. Sie können Zugang zu einem Netzwerk von Experten anbieten, darunter spezialisierte Cyber Law- und Incident Response-Firmen, die bei der Bewältigung einer schwierigen Situation helfend zur Seite stehen. Die Erfahrung und die Philosophie der Schadenbearbeitung sollten bei der Auswahl des Anbieters von zentraler Bedeutung sein.

Auch kann die Cyber-Versicherung aus einer Kombination von First-Party- und Third-Party-Angeboten bestehen. Das bedeutet, Erstversicherungen reagieren auf die direkten Schäden und Kosten des Versicherten bei einem Cyber-Ereignis, während Drittversicherungen auf Ansprüche Dritter (z.B. Kunden und andere Betroffene) infolge eines Cyber-Ereignisses reagieren.

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Die Abdeckung hat sich in den fast zwanzig Jahren ihres Bestehens stets weiter entwickelt und erweitert. Daher ist es wichtig, die Formulierungen der Cyber-Versicherung regelmäßig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die neuesten Deckungsangebote auf dem aktuellen Stand sind.