Hintergrund: Wohngebäudeversicherungen übernehmen eine zentrale Funktion für private Immobilieneigentümer. Sie schützen Häuser und andere Gebäude vor den finanziellen Folgen schwerer Schäden – etwa durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel. Damit sichern sie vielfach Vermögenswerte ab, die für viele Haushalte die größte wirtschaftliche Investition des Lebens darstellen.

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Gerade durch zunehmende Extremwetterereignisse gewinnt dieser Schutz zusätzlich an Bedeutung. Starkregen, Überschwemmungen, Sturzfluten oder andere Naturgefahren verursachen zunehmend hohe Schäden an Wohngebäuden. Entsprechend wichtig wird der Elementarschutz, der Schäden durch Naturereignisse wie Hochwasser oder Erdrutsch absichert und heute vielfach als dringend gebotener Zusatzbaustein gilt. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz können solche Schäden schnell existenzbedrohende Größenordnungen erreichen.

Entsprechend hoch sind die Erwartungen der Kunden. Gefragt sind nicht allein günstige Beiträge oder umfangreiche Leistungen, sondern auch schnelle Regulierung, verlässliche Unterstützung im Schadenfall und transparente Kommunikation in oft belastenden Ausnahmesituationen. Wie aber lässt sich die Kompetenz eines Wohngebäudeversicherers messen? Einen vergleichsweise niedrigschwelligen Ansatz wählt deshalb die Studie „HÖCHSTE KOMPETENZ 2026“ von ServiceValue und FOCUS MONEY: Sie untersucht nicht die objektiv überprüfbare Qualität einzelner Schadenregulierungen, sondern die Frage, welchen Unternehmen Verbraucher insgesamt eine hohe Kompetenz zuschreiben.

Was wurde gemacht?

Die Ergebnisse zu den Wohngebäudeversicherern stammen aus der branchenübergreifenden Studie „HÖCHSTE KOMPETENZ 2026“ von ServiceValue und FOCUS MONEY. Insgesamt wurden dabei 1.192 Unternehmen und Anbieter aus 45 Branchen und Kategorien untersucht. Für die aktuelle Studie wurden insgesamt 188.831 Urteile ausgewertet. Der Befragungszeitraum lag zwischen März und April 2026.

Grundlage der Untersuchung ist eine breit angelegte Online-Kundenbefragung über ein externes und unabhängiges Access-Panel. Die Teilnehmer wurden gebeten zu bewerten, „inwieweit die folgenden Unternehmen als Anbieter von Produkten/Dienstleistungen insgesamt eine hohe Kompetenz aufweisen“. Dabei konnte sich die zugeschriebene Kompetenz laut Studienbeschreibung sowohl auf das wahrgenommene Ergebnis als Qualitätsmerkmal beziehen als auch auf „weitere Aspekte wie Fähigkeit, Eignung, Wissen, Lernen, Performanz bezüglich des Unternehmens/Mitarbeiter“. Die Bewertung erfolgte auf einer fünfstufigen Zustimmungsskala von „stimme voll und ganz zu“ (1) bis „stimme nicht zu“ (5). Für jedes Unternehmen wurde daraus ein Mittelwert berechnet. Je niedriger dieser Wert ausfällt, desto stärker ist die zugeschriebene Kompetenz aus Sicht der Kunden.

Wie wurde bewertet?

Für jedes Unternehmen wurde auf Basis der abgegebenen Stimmen ein ungewichteter Mittelwert berechnet. Je niedriger dieser Wert ausfiel, desto stärker war die zugeschriebene Kompetenz aus Sicht der Befragten. Ein Wert von 1 würde bedeuten, dass sämtliche Teilnehmer einem Unternehmen in hohem Maße Kompetenz zuschreiben, während ein Wert von 5 anzeigen würde, dass die Befragten dort keine Kompetenz wahrnehmen.

Die Auszeichnungen wurden anschließend innerhalb der jeweiligen Branche vergeben. Das Prädikat „Hohe Kompetenz“ erhielten Unternehmen, die besser abschnitten als der Durchschnitt ihrer Branche. Die Auszeichnung „Höchste Kompetenz“ ging darüber hinaus nur an jene Anbieter, die zusätzlich über dem Durchschnitt der bereits ausgezeichneten Unternehmen lagen. Die folgende Bildstrecke berücksichtigt ausschließlich Wohngebäudeversicherer mit dem Prädikat „Höchste Kompetenz“.

Was die Studie leisten kann – und was nicht

So interessant die Ergebnisse als Stimmungsbild zur wahrgenommenen Kompetenz von Wohngebäudeversicherern sind, so klar bleiben auch die Grenzen der Untersuchung. Denn bewertet wird nicht die tatsächliche Qualität von Vertragsbedingungen oder Schadenregulierungen, sondern die subjektive Einschätzung der Kunden.

Der Kompetenzbegriff der Studie ist vergleichsweise weit gefasst. Laut Studienbeschreibung kann sich die zugeschriebene Kompetenz nicht nur auf fachliche Qualität beziehen, sondern auch auf Aspekte wie Wissen, Leistungsfähigkeit, Auftreten oder die allgemeine Performanz eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter. In das Urteil der Befragten können damit sehr unterschiedliche Eindrücke einfließen – von konkreten Erfahrungen im Schadenfall bis hin zur allgemeinen Wahrnehmung von Service, Kommunikation oder Markenauftritt. Auch können die Erfahrungen langfristig sein oder sich nur auf ein einzelnes Gespräch oder einzelnes Serviceerlebnis beziehen.

Gerade in der Wohngebäudeversicherung zeigt sich die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Versicherers zudem häufig erst im Ernstfall – etwa nach schweren Sturm-, Leitungswasser- oder Elementarschäden. Viele Versicherte kommen über Jahre hinweg kaum mit ihrer Police in Berührung. Ob ein Anbieter Schäden schnell reguliert, transparent kommuniziert und Betroffene in oft existenziellen Situationen wirksam unterstützt, wird deshalb häufig erst nach einem größeren Schadenereignis sichtbar.

Hinzu kommt: Verbraucher verfügen meist nur über begrenzte Vergleichsmöglichkeiten. Viele Eigentümer kennen lediglich den eigenen Versicherer und haben kaum Einblick, wie andere Anbieter bei Schadenbearbeitung, Leistungsumfang oder Regulierungspraxis agieren. Unterschiede zwischen Tarifgenerationen, Deckungskonzepten, Selbstbeteiligungen oder Elementarschutz-Bausteinen bleiben in einer solchen Untersuchung zwangsläufig weitgehend unberücksichtigt.

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Die Untersuchung zeigt daher vor allem, welche Wohngebäudeversicherer aus Sicht ihrer Kunden als besonders kompetent wahrgenommen werden. Sie ersetzt jedoch keine fachliche Analyse konkreter Versicherungsbedingungen, Deckungskonzepte oder der tatsächlichen Qualität der Schadenregulierung im Einzelfall. Weitere Ergebnisse sowie ein Studiensteckbrief sind auf der ServiceValue-Webseite verfügbar.