„Sag mir, wie du fährst, und ich sage dir, wieviel du sparen kannst“: so lässt sich das Prinzip der Telematik in der Kfz-Versicherung beschreiben. Der Autofahrer erklärt sich bereit, sein Fahrverhalten mittels App oder Black Box überwachen zu lassen. Eine vorsichtige Fahrweise wird dann mit Rabatten belohnt.

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Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung, die eine vorsichtige Fahrweise mit Rabatten belohnen, werden in Deutschland seit 2014 angeboten. Vorreiter war hier der Sparkassen-Versicherer S-Direkt, der seinen Tarif aufgrund hoher Kosten aber wieder vom Markt genommen hat. Derzeit haben auch die Allianz, Huk-Coburg, Axa, Aachen Münchener, Admiral Direkt, Cosmos Direkt, Generali, Signal-Iduna und VHV entsprechende Tarife im Angebot.

Telematik-Lösung für Versicherungsnehmer unter 30 Jahren

Nun hat auch die Württembergische eine entsprechenden Tarif auf den Markt gebracht. Ab Juli soll die App-basierte Telematik-Lösung für Versicherungsnehmer unter 30 Jahren zu haben sein, heißt es in einer Pressemitteilung. Kunden sollen sich dann auf eine Ersteinstufung mit 60 Prozent freuen können. Allerdings müssen sie dafür mindestens zwei Privatkundenverträge beim Versicherer besitzen.

Mit der App soll der Kunde über sein Smartphone seinen persönlichen Fahr-Score ermitteln können. Dieser ergibt sich aus Beschleunigungs- und Bremswerten sowie aus dem Kurvenverhalten. Zudem soll die App auch die Smartphonenutzung während der Fahrt registrieren, die sich negativ auf die Bewertung auswirkt. Sollten die Werte einen definierten Schwellenwert nicht unterschreiten, behält der Kunde seine Einstufung bei.

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Die App und die Auswertung der Daten werde über Vodafone sichergestellt. Der Versicherer soll vom Kunden lediglich aufbereitete Informationen wie zum Beispiel den Gesamtscore, nicht jedoch Detailinformationen über die einzelnen Fahrten erhalten. Parallel dazu hat der Versicherer den Leistungsumfang der eigenen PKW-Tarife überarbeitet.