Mit dem Kauf einer eigenen Ferienimmobilie verwirklichen sich immer mehr Menschen einen lange gehegten Traum und investieren in die Zukunft. Wie aus einer Umfrage des Ferienhausportals FeWo-direkt aus dem Jahr 2015 hervorgeht, sehen 46,2 Prozent der Befragten in ihrer Ferienimmobilie auch eine Form der Altersvorsorge. 23,7 Prozent gaben an, die Immobilie aus Gründen der Geld- und Kapitalanlage erworben zu haben. Die Bedeutung eines Ferienhauses geht demnach über das reine Urlaubmachen hinaus. Das gilt insbesondere für Ferienobjekte im eigenen Land. 2015 besaßen 53 Prozent aller Ferienhausinhaber ein Objekt in Deutschland, auf Platz zwei und drei folgen weit abgeschlagen Spanien mit 10,3 Prozent und Österreich mit 7,2 Prozent.

Anzeige  

 

Hohes Risikopotential

Tobias Wenhart ist seit Anfang 2013 bei Hiscox und als Manager Products and Underwriting für alle Versicherungsprodukte zuständig. Der gebürtige Bayer und ausgebildete Versicherungskaufmann arbeitete zunächst drei Jahre für einen Versicherungsmakler in München, bevor er Betriebswirtschaft studierte und anschließend fünf Jahre bei McKinsey & Co. vor allem in der Beratung internationaler Versicherungsunternehmen tätig war. Investition, Rückzugsort und Altersvorsorge – der besonderen Bedeutung einer Ferienimmobilie muss auch die Versicherung des Objekts gerecht werden. Denn die Gefahren sind groß, wenn sich die Besitzer nur wenige Wochen im Jahr dort aufhalten. In den langen Phasen des Leerstands ist das Risikopotential für Einbrüche und Vandalismus aber auch Unwetterschäden hoch, zumal sie in der Regel erst zeitverzögert bemerkt werden. Gerade bei vermögenden Hausbesitzern mit entsprechend eingerichteten Immobilien erreichen die Schäden aus einem Wohnungs- oder Hauseinbruch am Ferienort schnell fünf- bis sechsstellige Summen.

Hausrat und Gebäude angemessen versichern

Für einen entsprechenden Schutz benötigen die Ferienhausbesitzer deshalb eine Kombination aus einer gesonderten Gebäude- und Hausratversicherung. Bei der Wahl einer passenden Versicherung macht sich im Schadenfall bezahlt, eine Allgefahrendeckung in der Police enthalten zu haben, um der Sonderrolle des Ferienhauses Rechnung zu tragen. Manche Ferienimmobilienbesitzer nutzen ihr Objekt beispielsweise auch zur Aufbewahrung von wertvollen Gemälden oder Antiquitäten, die wie am Hauptwohnsitz den eigenen Lebensstil repräsentieren und eine gewohnte Umgebung schaffen. Für sie ist es wichtig, dass die Hausratversicherung entsprechend hohe Deckungssummen bereithält und auch Kunst- und Wertgegenstände einbezieht.

So erlebte ein Versicherungsnehmer mit Ferienwohnung in Paris in der Silvesternacht bei seiner frühmorgendlichen Heimkehr eine böse Überraschung. Einbrecher hatten das besondere Datum dazu genutzt, unbemerkt in die Wohnung einzudringen und hatten Wertgegenstände in Höhe von 5.000 Euro entwendet. Auf der Suche nach weiterer Beute verwüsteten sie zudem mehrere Räume und richteten durch Vandalismus einen Schaden in Höhe von 25.000 Euro am Mobiliar der Ferienwohnung an. Durch seine spezielle Ferienhaus-Police wurden dem Besitzer die Schäden in voller Höhe ersetzt.

Schutz vor Wind und Wetter

Doch auch das Gebäude selbst ist angesichts der häufigen Abwesenheit der Besitzer und durch zunehmende Wetterkapriolen in Gefahr. In Spanien verursachen beispielsweise heftige Regenfälle immer wieder große Schäden an Gebäuden. Nachdem der Boden das Regenwasser nicht mehr aufnehmen konnte, wurde die Finca eines Kunden überschwemmt. Das Wasser lief stundenlang in das Haus, bevor der Besitzer in Deutschland von spanischen Nachbarn darüber informiert wurde. Er meldete sich bei seiner Versicherung, die sofort einen Sachverständigen zur betroffenen Immobilie schickte.

Neben dem zerstörten Mobiliar entstand am Gebäude selbst ein Wasserschaden in Höhe von 150.000 Euro. Die Versicherung übernahm den Schaden und ein deutschsprachiger Experte beriet den Kunden zu den anstehenden Renovierungsarbeiten.

Nicht nur Wetter oder Kriminelle können der Ferienimmobilie Schaden zufügen. Es genügt ein falscher Handgriff eines Familienmitglieds oder des Gärtners – etwa ein nicht ganz zugedrehter Wasserhahn – und auf den Tagesausflug ans Meer folgt der Schock für den Eigentümer. Eine umfassende Ferienhausversicherung sollte deshalb auch eine Haftpflicht-Option für die Familie sowie etwaige Hausangestellte beinhalten. Denn viele klassische Privathaftpflicht-Verträge stoßen vor allem beim Schutz von Ferienimmobilien an ihre Grenzen und versichern zum Beispiel nur im Inland gelegene Immobilien.

Andere Länder, andere Gefahren

Befindet sich die Ferienimmobilie im Ausland, sollte die Versicherung zudem unbedingt länderspezifische Gegebenheiten berücksichtigen, die man aus seinem Heimatland so nicht kennt. Ein klassisches Beispiel hierfür sind etwa lokale Spannungsschwankungen im Stromnetz, wie sie außerhalb von Deutschland noch regelmäßig vorkommen. Die Schwankungen führen zu Kurzschlüssen, welche elektrische Hausgeräte und Sicherheitssysteme beschädigen können. Auf der sicheren Seite ist der Versicherungsnehmer auch hier mit einer Allgefahrendeckung. Abgesehen von wenigen, klar formulierten Ausschlüssen ist die Ferienimmobilie damit gegen alle Eventualitäten abgesichert.

Im Schadenfall erweist es sich als sehr wertvoll, auch die Versicherung der ausländischen Immobilien nach deutscher Rechtsprechung und in deutscher Sprache abgeschlossen zu haben. In diesem Fall können sich die Immobilienbesitzer bei der Schadenabwicklung auf gewohnte Versicherungsstandards verlassen und müssen sich nicht mit fremden Rechtsbesonderheiten auseinandersetzen.

Anzeige  

 

Spezialversicherer wie Hiscox haben im Bereich der Ferienimmobilien-Policen langjährige Erfahrung und arbeiten mit einem internationalen Gutachternetzwerk, um den Versicherungsnehmer vor Ort schnell und unkompliziert unterstützen zu können. Richtig versichert können sich die Ferienimmobilienbesitzer dem ursprünglichen Sinn ihrer Häuser und Wohnungen widmen – sich in ihrem zweiten Zuhauses an den schönsten Orten der Welt erholen.