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Interview Fintech

asuro-Chefin kommt von CommerzVentures

Neue Chefin des Fintechs asuro: Marina Vukovicasuro

Marina Vukovic ist seit 1. Mai neue Geschäftsführerin von asuro. Vukovic, die von CommerzVentures kommt, will das Unternehmen zum Ende dieses Jahres über deutsche Grenzen hinaustragen und wird zu diesem Zweck weitere Mittel von strategischen Investoren einwerben. asuro ist ein Fintech-Unternehmen, neuer Treiber im Markt der Generation Smartphone, und unterstützt Kunden mit seiner asuro-App. Im Gegensatz zu Mitbewerbern verlangt das Unternehmen von Interessenten im ersten Schritt zunächst keine vertragliche Vollmacht. Im Interview mit dem Versicherungsboten spricht die neue Chefin über ihre Aufgabe bei asuro und ihre Pläne.

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Versicherungsbote: Frau Vukovic, Sie sind seit Mai die neue CEO von asuro. Was sind Ihre Pläne für dieses Jahr?

Marina Vukovic: Mein Ziel ist es, dass sich asuro als verlässlicher Begleiter im eigenen Smartphone für die Themen Versicherung, Altersvorsorge und Finanzen etabliert. Bei Fragen rund um Versicherungsschutz, Schadensmanagement und Finanzmanagement soll der User so selbstverständlich asuro öffnen, wie man zum Beispiel Google Maps öffnet, um nach dem Weg zu suchen.

Was plant asuro ab dem nächsten Jahr?

Wir planen weitere Features für unsere App, wie zum Beispiel GPS-Ortung im Notfall, sodass man überall sofort auf Basis der eigenen Position das nächste Krankenhaus oder den nächsten Notarzt findet. Außerdem überlegen wir Kooperationen mit diversen FinTech-Startups einzugehen. Und last but not least ist gegen Ende des Jahres eine große Investorenrunde geplant.

Sie kommen vom Kapital-Großkreuzer CommerzVentures. Was ändert sich für Sie bei asuro?

Venture-Capital-Investor zu sein bedeutet für mich als Trainer am Spielfeldrand zu stehen. In der Regel hat der Trainer bereits selber Erfahrung damit, wie es ist, auf dem Platz zu stehen, hat den großen Gesamtüberblick und bietet jegliche Hilfe und Wissen an. Jetzt bin ich aber selber Kapitän eines Teams, stehe mit auf dem Platz und muss alles geben, um mit meinem Team auf dem Platz zu gewinnen. asuro bedeutet somit, mich viel operativer und detaillierter in allen Themen zu bewegen.

Was hebt asuro vom Markt ab? a. im Unterschied zu herkömmlichen Versicherungsmaklern?

asuro ist immer mit in der Hostentasche des Kunden, ob er morgens in der Bahn schnell vergleichen will, wie viel eine Hunde-Haftpflichtversicherung kostet, bevor er sich einen Hund zulegt, oder ob er soeben das Notebook des Bekannten aus Versehen fallen gelassen hat und schnell den Schaden melden will. Bei traditionellen Versicherungsmaklern bedeuten diese Schritte viel Austausch meist per Post, E-Mail und/oder Telefon. Das ist aufwendig und kostet viel Zeit.

b. im Unterschied zu anderen Fintech-Startups wie Knip & Co?

asuro verlangt beim Download und der Registrierung eine Auskunftsvollmacht, nicht zwingend eine Maklervollmacht. Vor allem letztere hat in Verbindung mit InsurTech-Startups in den letzten Monaten für viel Unmut im Markt gesorgt. Außerdem hat asuro einen starken Inkubator, Hoesch & Partner, der seit über 30 Jahren am Markt und mit viel Rat und Tat bei Seite steht, um asuro erfolgreich zu machen.

asuro verlangt vom Kunden lediglich eine Auskunftsvollmacht, noch keine Maklervollmacht. Goutieren Ihre Kunden das?

Ja, unsere User finden das richtig klasse, da sie das Gefühl der vollen Kontroll- und Informationsgewalt über ihre Verträge haben.

Bei CommerzVentures haben sie auch deren Engagement bei GetSafe begleitet. Können sie sagen, wie sich GetSafe von asuro unterscheidet?

asuro unterscheidet sich im Umfang der Funktion signifkant von GetSafe, da asuro unter anderem einen Notfallguide anbietet oder beispielsweise Schadensmeldungen viel komfortabler per Foto-Upload und Sprachnachricht abgewickelt werden können. Außerdem ist die Schützenhilfe von Hoesch & Partner auch entscheidend, da uns in diesem Falle ein führendes Maklerhaus zur Seite steht.

Sie haben an der EBS Universität Oestrich-Winkel General Management studiert. Hilft Ihnen das Studium eigentlich, ist es praxisgerecht für Venture-Capital-Geschäft?

Das Studium an der EBS bereitet einen exzellent auf die Geschäfts- und vor allem Finanzwelt vor. Da man sich frühzeitig im Studium passende Vertiefungen aussuchen kann und auch diverse Praktika absolviert, kann man sich nach eigenen Wünschen entfalten und spezialisieren. Man erhält nicht nur inhaltlich eine hoch qualitative Ausbildung, sondern erlernt auch Soft Skills, wie zum Beispiel Zeitmanagement, Teamarbeit und soziale Verantwortung. Im Hinblick auf Venture Capital oder das Entrepreneurship-Geschäft ist die EBS ebenfalls breit aufgestellt mit vielen Alumni, die erfolgreich Startups gegründet haben und dieses Wissen auch mit Studenten teilen.

Was lernt man im Startup-Geschäft, wenn man wie Sie Erfahrungen bei BNP Paribas und CommerzVentures gesammelt hat?

Man lernt viel im Hinblick auf Teammanagement, aber vor allem lernt man als CEO viel über sich selbst, da man anhand der Reaktionen der Kollegen schnell merkt, ob man mit einer Aussage oder Aktion gut oder schlecht ankam. Das schnelle, direkte und ehrliche Feedback ist sehr entscheidend, um als Team jeden Tag besser zu werden. Im Banking wird diese direkte Art leider kaum praktiziert, im Venture Capital Geschäft hingegen, je nach Partner, etwas mehr.

Wann hören wir die "Next Big Story" von asuro, die die Versicherungs- und Gründerszene aufrüttelt?

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Wait for it...! Nein, Scherz bei Seite, wenn es nach mir ginge: jetzt sofort hier. Geduld ist nämlich nicht meine Stärke. Dennoch darf ich jetzt nicht einfach drauflos plaudern, ich kann nur versprechen, dass, sobald es was Spannendes zu berichten gibt, Sie es als Erstes erfahren.

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