Vor allem der Monat Juli kostete italienische Hoteliers einiges, viele Buchungen wurden storniert. An insgesamt 23 Tagen gab es vordergründig im Norden des Landes Niederschläge, was zum schlechtesten Sommer seit 70 Jahren führte. Laut Berichten der italienischen Zeitung „La Stampa“ hatten die Hotels 800.000 Absagen zu verzeichnen und einen Verlust um die 750 Millionen Euro.

Bei zu viel Regen gibt es eine Nacht geschenkt

„Genug“ – dachten sich viele Hotelbesitzer nun und locken neben Rabatten und Sonderangeboten auch mit einer Versicherung gegen schlechtes Wetter. Wer einen Euro mehr zahlt, ist schon dabei, wie Spiegel Online berichtet. Wird dann eine bestimmte Regenmenge überschritten, gibt es die Nacht geschenkt. Ziel der Versicherung ist es, dass Kunden wieder im Voraus buchen und nicht bis zuletzt abwarten, ob der Wetterbericht Sonne voraussagt. Urlauber und Hotelbesitzer können demnach profitieren und kommen trotz des schlechten Wetters gut davon.

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Die Idee schwappt auch nach Deutschland

Was Italien vormacht, wirkt auch für andere Länder lukrativ. Laut Bild.de gibt es in Deutschland schon den ersten Gastronom, der von dieser Versicherungsart Gebrauch machte, das Angebot stammt von der HDI Versicherung AG. Am Nordufer Hannovers erhielt der Maschseefest-Wirt Thorsten Mangelsdorf vom Restaurant Costa Mekito einen teilweisen Umsatz-Ausgleich, sollten auf dem Fest freitags und samstags zwischen 16 und 24 Uhr mehr als 3 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen.

Eine gute Idee, denn das Maschseefest in Hannover wirbt vor allem mit seiner Urlaubsstimmung. Geliefert wurden die Daten von einer naheliegenden Wetterstation, die Summe wurde im Voraus festgelegt.

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Eine Innovation für alle, die nur wetterabhängig Gewinn machen können und trotzdem ihre Gebühren und ihr Personal bezahlen müssen. Da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass zumindest bei Open-Air-Feierlichkeiten in Zukunft mehr Wirte und auch Hoteliers die Vorteile einer solchen Versicherung nutzen möchten.