Die Einnahmen des AXA Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 sich auf 10,3 Milliarden Euro. Das ist ein Rückgang um 1,3 Prozent. Gleichzeitig wurde die Schaden-Kostenquote um 1,5 Prozentpunkte auf 98,2 Prozent gesenkt und das obwohl die Schäden durch Stürme, Hagel und Hochwasser im vergangenen Jahr um 199 Millionen Euro auf 275 Millionen Euro gestiegen sind. Dies konnte vor allem durch die Umsetzung von Maßnahmen des Effizienzsteigerungsprogramms „focus2perform“ realisiert werden.

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1.600 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden

Der Versicherer hatte im November 2011 ein Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit angeschoben. Im Rahmen dessen will AXA seine Kosten bis 2015 um 328 Millionen Euro reduzieren und seine Organisation weiter straffen. So sollten unter anderem 1.600 Arbeitsplätze abgebaut werden und die Straffung der Organisation, durch Bündelung von Funktionen an weniger Standorten, erfolgen.

"Unser Umfeld können wir nicht beeinflussen. Vielmehr müssen wir uns diesem immer wieder rechtzeitig und vor allem vorausschauend anpassen. Dies tun wir aus einer Position der Stärke heraus und in Verantwortung für unsere Mitarbeiter", erklärte Thomas Buberl, Vorsitzender des Vorstandes der AXA Konzern AG, damals.

Allein im vergangenen Jahr wurde ein Rückbau um 373 Stellen erreicht. Für das laufende Jahr sollen weitere rund 400 Stellen abgebaut werden. Dabei will der Konzern weiterhin auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

Bestandssystem in der Lebensversicherung soll überarbeitet werden

Als nächster Punkt im Sparprogramm soll ein neues Bestandssystem in der Lebensversicherung eingeführt werden. Dieses soll die derzeitig sieben Systeme ablösen und die Verarbeitung vereinfacht. Das Projekt soll rund 100 Millionen Euro kosten.

Im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung gingen die Einnahmen um 0,4 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zurück. Gleichzeitig konnte, durch Preisanpassungen in der Kraftfahrtversicherung und bei den Haushaltsversicherungen, eine Verbesserung der Erträge realisiert werden.

In der Krankenversicherung stieg das Beitragsvolumen um 3,7 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Ebenso konnte ein Zuwachs von rund 64.000 Neukunden erreicht werden. Das Kapitalanlageergebnis stieg 2013 um 1,9 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

Einmalbeitragsgeschäft sinkt deutlich

Im Bereich Vorsorge/Bank ging das Beitragsvolumen um 5,2 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro zurück. Schuld daran ist auch das eingebrochene Neugeschäft gegen Einmalbeitrag. Hier musste Axa Leben einen Rückgang von 26,4 Prozent hinnehmen. Hier soll das neue Vorsorgemodell Relax Rente die Zahlen wieder verbessern. Seit Einführung im Januar wurden bereits 7.361 Verträge mit einem Neugeschäftsbeitrag von 9,8 Millionen Euro verkauft.

Für das Gesamtjahr 2014 rechnet Vorstandsvorsitzender Dr. Buberl mit einem leichten Wachstum der Konzerneinnahmen. Dementsprechend konnte im ersten Quartal des laufenden Jahres ein leichter Zuwachs der Einnahmen von 0,8 Prozent erreicht werden.

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Nach Abschluss der derzeitigen Konsolidierungsphase sieht Dr. Buberl den AXA Konzern in einer Position mit vielversprechender Zukunftsperspektive: „Wir bereinigen und profitabilisieren unsere Bestände und bauen eine neue Produktlandschaft im Konzern auf.“. So soll im Herbst eine modular aufgebaute Sach- und Haftpflichtprodukt aufgelegt werden.

Axa Konzern