Seit Einführung der neuen Tarifwelt vor gut 13 Monaten nahm die Qualität jedes einzelnen Unisex-Tarifes der PKV kontinuierlich zu, beurteilt der unabhängige Marktbeobachter KVpro.de die Tarifentwicklung. Im Zuge der Umsetzung des europäischen Urteils am 21. Dezember 2012 wurde neben der Gleichstellung von Mann und Frau in Versicherungstarifen gleichzeitig der garantierte Rechnungszins für die Anlage der Alterungsrückstellung für die Unisex-Neukunden angepasst. Ebenfalls setzten die Gesellschaften vom PKV-Verband empfohlene Mindestkriterien bei Hilfsmitteln, Psychotherapie und Suchtentwöhnung um und entwickelten zusätzliche, neue Leistungen bzw. ganz neue Unisex-Tarife. Auch Klarstellungen und Präzisierungen der AVB wurden vorgenommen. Der Trend einer kontinuierlichen Weiterentwicklung zeichne sich dabei für einige Tarife in 2014 erneut ab.

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Unisex-Kunden einer PKV haben nach einer Analyse von KVpro.de mehr qualitativ hochwertige Produkte zur Auswahl als bisher, insgesamt haben die Unternehmen das eigene Tarifangebot gelichtet. Von über 1.500 Tarifangeboten können PKV-Interessierte inzwischen „nur“ noch rund 550 verkaufsoffene Tarif-Kombinationen auf grundsätzlichem PKV-Niveau miteinander vergleichen. Auch für den Vertrieb wird die Produktauswahl damit für Neukunden einfacher.

Unisex-Tarife - Nachbesserungen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen

Für Vermittler wurden zudem durch AVB-Klarstellungen z.B. im Hilfsmittelbereich, Haftungsfallen und Risiken verringert. KVpro.de hat die entsprechenden Änderungen vom Bisex- auf den Unisextarif einmal in Zahlen festgehalten. In der Tarifwelt gibt es zusammen 1.375 AVB-Unterschiede, pro untersuchten Versicherer sind das durchschnittlich 25 Änderungen in den Versicherungsbedingungen (siehe Tabelle).

<< Anzahl der Änderungen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen von Bisex- zu Unisextarifen in der Privaten Krankenversicherung (Auszug) // Quelle: KVpro.de

Der PKV Verband hatte seinen Mitgliedsunternehmen Mindestkriterien bei Hilfsmitteln, Psychotherapie, Suchtentwöhnung, häuslicher Behandlungspflege sowie Palliative Versorgung empfohlen und ebenso, diese Leistungen – sofern im Tarif nicht vorhanden – bei den Unisex-Produkten einzupreisen. Die meisten Gesellschaften ergänzten im Sinne der Verbraucher sogar deutlich mehr als die Verbandsempfehlung.

Für die bereits bestehenden Top-Produkte waren diese Leistungsverbesserungen nicht zwingend notwendig, da diese im Bisex-Umfeld zum Teil bereits beinhaltet waren. Nach anfänglichem Zögern, gegenseitigem Abtasten, beobachten des Marktes und Wettbewerbs sowie der für eine Produktentwicklung erforderlichen Zeit, purzelten die tariflichen Innovationen im Jahr 2013 schließlich fast im Monatsrhythmus.

Unabhängig davon sind auch die neuen Unisex-Tarifangebote auch jeweils nach den persönlichen Präferenzen des Verbrauchers (Was soll mir der Versicherer, sprich Tarif, im Leistungsfall bezahlen? Was bezahle ich selbst?) für und vor einer Kaufentscheidung zu differenzieren.

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Die PKV kann für ihre Unisex-Kunden in 2014 die Beiträge in der Regel stabil halten, es gibt sogar Beitragssenkungen von bis zu 95 Euro pro Monat für eine 35-jährige Person – je nach Tarif und Gesellschaft.

KVpro.de