Viele Autofahrer haben bereits Post von ihrer Kfz-Versicherung erhalten. Darin erklären die Unternehmen welchen Beitrag der Versicherungsnehmer für 2014 zu entrichten hat. Zwar können sich viele Autohalter, durch die Neueinstufung in eine bessere Schadenfreiheitsklasse, über günstigere Prämien freuen. Durchschnittlich werden die Beiträge in der Kfz-Versicherung 2014 teurer als noch 2013.

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So zahlen in der Haftpflicht versicherte Autofahrer im Vergleich zu 2013 im Mittel 3,4 Prozent mehr. Vor allem preiswerte Tarife werden teurer. Besonders hart trifft es Neuwagenbesitzer, die ihre Autos vollkaskoversichern, bei diesen Verträgen verlangen die Versicherer 7,6 Prozent mehr. Bereits 2013 hatte die Branche die Preise für 2013 in der Autoversicherung im Schnitt um 5,4 Prozent nach oben korrigiert.

Auch Allianz erhöht Beiträge

Auch Branchenriese Allianz will offenbar die Prämien für Autoversicherungen deutlich erhöhen. So plant der Versicherungskonzern Erhöhungen von bis zu 10 Prozent. Betroffen davon sollen nicht nur Neukunden, sondern auch Bestandskunden sein.

Deshalb empfiehlt es sich auch für Versicherungsnehmer, deren Beitrag sinkt, genauer auf die Rechnung zu schauen. Durch eine verbesserte SF-Klasse kann zwar die Gesamtprämie günstiger werden. Jedoch kann auch die Grundsumme für die Berechnung der Prämie gestiegen sein.

Bei Vergleich der Kfz-Versicherung auf Preis, Service und Regulierung achten

Bei der Suche nach der passenden Kfz-Versicherung sollte nicht allein der Preis ausschlaggebend sein, sondern auch der Service und eine unkomplizierte Regulierung im Schadenfall. Denn das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, ist nicht gerade gering.

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt hatten 59 Prozent aller Autofahrer in Deutschland bereits einen Autounfall. Bei den 19- bis 29-Jährigen sind es 39 Prozent, bei den 30- bis 59-Jährigen 66 Prozent und bei den über 60-Jährigen 52 Prozent.

Faktoren für die Berechnung der Kfz-Versicherung

Doch welche Faktoren sind für die Berechnung des Preises einer Kfz-Versicherung relevant? Insgesamt setzt sich der Preis aus über 50 individuellen Tarifmerkmalen zusammen. Je nach Versicherung erhalten Verbraucher für verschiedene prämienrelevante Parameter zum Teil hohe Rabatte. Autofahrer, die z. B. auf die freie Werkstattwahl verzichten oder weniger fahren, zahlen bis zu knapp 30 Prozent weniger. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von Check24.de.

So können Autofahrer, die auf die freie Werkstattwahl nach einem Unfall verzichten, bis zu 27 Prozent seiner Prämie sparen. Im Schnitt liegt die Ersparnis noch bei zehn Prozent. Auch die jährliche Fahrleistung ist ein wichtiger Bestandteil der Berechnung. Im Berechnungsbeispiel sinkt die Prämie um bis zu 23 Prozent, im Schnitt um 13 Prozent, wenn statt 12.000 km nur 6.000 km pro Jahr angesetzt werden. Natürlich muss diese Angabe der Wahrheit entsprechen, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

Mit Verzicht auf freie Werkstattwahl bis zu 27 Prozent Beitrag sparen

An vielen Tarifmerkmalen wie z. B. dem beruflichen Status oder dem Besitz von Wohneigentum können Verbraucher wenig ändern, um die Kfz-Versicherung günstiger zu machen. Dennoch haben diese Merkmale hohen Einfluss auf die richtige Kfz-Versicherung, denn sie werden von den Assekuranzen unterschiedlich rabattiert.

Ein Beamter erhält für seinen sicheren beruflichen Status im Bestfall bis zu 20 Prozent Rabatt von seiner Versicherung. Im Schnitt sind es zehn Prozent, bei der Versicherung mit dem geringsten Rabatt nur fünf Prozent. Auch beim Wohneigentum schwanken die Rabatte der Versicherer zwischen zehn und zwei Prozent.

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Besitzer eines älteren Wagens können durch den Verzicht auf Voll- und Teilkasko den Versicherungsbeitrag um bis zu 71 Prozent (Haftpflicht) bzw. 53 Prozent (nur Teilkasko) drücken.

Check24.de