Auf den Versicherungskonzern Ergo könnte ein weiterer Stellenabbau nach 2014 zukommen. Ergo-Chef Thorsten Oletzky erklärte nun in der Zeitung Welt: „Der Druck auf dem Unternehmen, die Kosten zu senken, wird auch nach 2014 erhalten bleiben“. Um sich dem Marktumfeld anzupassen und auch weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, müsste die Ergo auch nach 2014 bei Personal- und Sachkosten sparen. Im vergangenen Jahr wurde die Zahl der Mitarbeiter um rund 1.500 auf knapp 29.800 gesenkt. Auch am Vertrieb wurde deutlich gespart. So sank die Zahl der hauptberuflichen Vertreter um knapp 1.200 auf 17.900.

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Ergo muss auch nach 2014 bei Personal- und Sachkosten sparen

Erst im vergangenen Jahr hatte der Versicherer die Konzernstruktur umgebaut (der Versicherungsbote berichtete: „Ergo vor Umbruch? Stellenabbau und Optimierung des Vertriebs geplant“) und seinen Außendienst gestrafft. Für die Verbesserung von Beratungsqualität und vertrieblichen Strukturen sollten 1.350 Arbeitsplätze gestrichen werden. (der Versicherungsbote berichtete: „Ergo streicht bis zu 1350 Stellen“).

Derzeit leidet die Ergo, ebenso wie die komplette Branche, an den dauerhaft niedrigen Zinsen. Doch gerade auf Grund der anhaltend niedrigen Zinsen sollten die Menschen, so Oletzky, nicht weniger, sondern mehr sparen.

Ergo leidet an niedrigen Zinsen

Ein entsprechendes Produkt für die aktuelle Marktlage will die Ergo demnächst anbieten. Dieses solle dann komplett auf Garantien verzichten. Zum einen würden diese aktuell so niedrig ausfallen, dass ein entsprechender Zinssatz für die Kundschaft absolut unattraktiv wären. Und, zum anderen könnten so Kosten für den teuren und aktuell unnötigen Garantiezins eingespart werden.

2012 sank der Konzerngewinn von 349 Millionen Euro auf 289 Millionen Euro. Das sind rund 17 Prozent. Für das aktuelle Jahr will die Ergo einen Gewinn von 350 bis 450 Millionen Euro einfahren (der Versicherungsbote berichtete: "Ergo kämpft gegen Stellenabbau").

Welt