Ein wesentliches Thema der VSMK war eine insgesamt größere Transparenz bei Finanzprodukten. Mangelhafte Verbraucherinformationen vor dem Vertragsabschluss seien beispielsweise eine der Hauptursachen für vorzeitige Beendigung von kapitalbildenden Lebensversicherungen und daraus resultierenden finanziellen Verlusten.

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Verbesserung der Verbraucherinformationen bei privaten Renten- und kapitalbildenden Lebensversicherungen

Die zuständigen Ministerien (BMELV, BMJ, BMF) wurden aufgefordert, eine Änderung der der VVG-Informationspflichtenverordnung (VVG-InfoV) auf den Weg zu bringen. Ziel ist die Verbesserung der Verbraucherinformationen vor dem Abschluss von privaten Renten- und kapitalbildenden Lebensversicherungen. Die bereits vorgeschriebenen Produktinformationsblätter (PIB) sollen standardisiert werden. In den vorvertraglichen Unterlagen sollen Angaben der in Betracht kommenden Rückkaufswerte und die jeweils bis dahin eingezahlten Beträge in Euro ausgewiesen werden.

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Auch die Produkte der sogenannten „Riester-Rente“ sollen besser vergleichbar sein. Die Kunden sollen stärker an Überschüssen beteiligt und ein Wechsel der Verträge erleichtert werden. Zudem machen sich die Verbraucherschutzminister dafür stark, das Berufsbild des „Finanzberaters“ zu schaffen, der auf Honorar- und nicht wie bisher vorwiegend oder ganz auf Provisionsbasis arbeitet. Dadurch soll erreicht werden, dass unabhängige Finanzberater kein finanzielles Interesse an dem Verkauf bestimmter Produkte haben, sondern den Kunden neutral beraten. Um eine ausreichende Kostentransparenz für provisionsgebundene Beratung und Honorarberatung zu ermöglichen, ist nach Ansicht Verbraucherschutzministerkonferenz die verpflichtende Einführung von Nettotarifen und deren Ausweisung in den Informationsblättern für alle Produkte des Finanzmarktes eine wirksame Maßnahme.

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