„Auffällig ist, dass sich vor allem ältere Menschen online versichern“, sagte Bitkom-Vizepräsident Heinz Paul Bonn. Überproportional häufig nutzen Senioren ab 65 Jahre die Angebote. „Das Internet etabliert sich zunehmend als bedeutender Vertriebsweg für Versicherungen“, so Bonn.

Besonders gut geeignet für den Online-Vertrieb sind Policen mit weitgehend standardisierten Leistungen wie Reiseversicherungen, Autoversicherungen oder Rechtsschutzversicherungen. Insbesondere reine Direktversicherer nutzen das Internet als Plattform. Dank eines schlanken Vertriebs per Internet können sie besonders günstige Tarife anbieten. Aber auch viele etablierte Versicherungskonzerne bieten beim Online-Abschluss vergünstigte Konditionen an.

„Bei bestimmten Versicherungen ist vor dem Abschluss eine persönliche Beratung sinnvoll und üblich“, sagte Bonn. Das gelte zum Beispiel für Policen rund um die private Altersvorsorge, Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit oder beim Wechsel der Krankenversicherung. Die Versicherer bieten bei diesen komplexen Produkten im Internet meist an, ein Angebot zu erstellen oder einen Berater zu kontaktieren. Bei einfacheren Produkten besteht die Möglichkeit, den Vertrag direkt online abzuschließen. Das ist etwa bei privaten Haftpflichtversicherungen, Hausratversicherungen oder Zusatzversicherungen für die gesetzliche Krankenversicherung der Fall.

Zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris im Auftrag des Bitkom, für die 1.003 deutschsprachige Personen in Privathaushalten ab 14 Jahren befragt wurden.