Freigängerkatzen leben gefährlicher als Stubentiger. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Befragung der Agila Haustierversicherung gemeinsam mit Statista unter 1.264 Katzenhaltern in Deutschland. Demnach sind Verletzungen der häufigste Anlass für einen Tierarztbesuch. Insgesamt musste jeder sechste Katzenhalter (16 Prozent) innerhalb der vergangenen zwölf Monate wegen einer Verletzung mit seinem Tier eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

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Wie groß der Einfluss des Freigangs ist, zeigt der Blick auf die einzelnen Haltungsformen. Während im Durchschnitt 16 Prozent aller Katzen wegen Verletzungen behandelt werden mussten, lag dieser Anteil bei Freigängern mit 23 Prozent deutlich höher. „Wenig überraschend liegt dieser Anteil bei Katzenhaltenden, deren Tiere Freigänger sind, mit 23 Prozent etwas höher“, erklärt Franziska Obert von der Agila Haustierversicherung.

Nach Verletzungen zählen Haut- und Fellerkrankungen (14 Prozent) sowie Infektionskrankheiten (12 Prozent) zu den häufigsten Diagnosen. Ebenfalls häufig wurden Ohrenerkrankungen (10 Prozent) sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates (8 Prozent) genannt. Auch bei diesen Erkrankungen schneiden Freigängerkatzen schlechter ab als reine Wohnungskatzen. So treten Infektionskrankheiten bei 14 Prozent der Freigänger auf, Erkrankungen des Bewegungsapparates sogar bei elf Prozent.

Die häufigsten Erkrankungen von Katzen

  1. Verletzungen (16 Prozent, Freigänger: 23 Prozent)
  2. Haut- und Fellerkrankungen (14 Prozent, Freigänger: 15 Prozent)
  3. Infektionskrankheiten (12 Prozent, Freigänger: 14 Prozent)
  4. Ohrenerkrankungen (10 Prozent, Freigänger: 11 Prozent)
  5. Erkrankungen des Bewegungsapparates (8 Prozent, Freigänger: 11 Prozent)

Wohnungskatzen bleiben häufiger gesund. Fast die Hälfte aller Katzenhalter (46 Prozent) gab an, dass ihre Katze innerhalb der vergangenen zwölf Monate weder krank noch verletzt gewesen sei. Unter den Haltern von Freigängern traf dies jedoch lediglich auf 38 Prozent zu. „Insgesamt gaben 46 Prozent der Katzenhaltenden an, dass ihre Samtpfote gar nicht krank oder verletzt war. Bei den Teilnehmenden mit Freigängern sagten das nur 38 Prozent“, so Obert.

Nicht berücksichtigt wurden in der Befragung routinemäßige Tierarztbesuche zur Vorsorge, etwa für Impfungen oder Maßnahmen zur Parasitenprophylaxe. Aus Sicht der Haustierversicherung spielen diese Leistungen jedoch ebenfalls eine wichtige Rolle. „Genau wie notwendige Behandlungen und Operationen sind aber auch diese Vorsorgemaßnahmen versicherbar“, sagt Franziska Obert.