Die Versicherungsgruppe BGV Badische Versicherungen hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Beitragseinnahmen deutlich steigern können und gleichzeitig den Jahresüberschuss ausgebaut. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 9,4 Prozent auf 507,5 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern stieg von 8,1 Millionen Euro auf 11,1 Millionen Euro. Auch die Bilanzsumme erhöhte sich auf 1,32 Milliarden Euro. Das Eigenkapital stieg von 244,7 Millionen Euro auf 255,8 Millionen Euro an. Die Zahl der Versicherungsverträge legte leicht auf 1,85 Millionen zu. Die Zahl der gemeldeten Schäden blieb mit rund 122.000 Fällen nahezu stabil.

Anzeige

Geprägt war das Geschäftsjahr allerdings erneut von steigenden Schadenaufwendungen. Besonders Großschäden durch Brände sowie hohe Reparaturkosten in der Kfz-Versicherung belasteten die Ergebnisse. Dennoch zeigt sich der Versicherer mit Sitz in Karlsruhe zufrieden mit dem Geschäftsverlauf.

„Wir sind mit dem Geschäftsergebnis des Jahres 2025 sehr zufrieden und haben unsere Planungen sogar leicht übertroffen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Matthias Kreibich bei der Vorstellung der Zahlen.

BGV-Zahlen in der Übersicht

  • Gebuchte Bruttobeiträge steigen um 9,4 % auf 507,5 Mio. Euro
  • Jahresüberschuss wächst auf 11,1 Mio. Euro
  • Netto-Schadenaufwendungen steigen auf 320,9 Mio. Euro
  • Netto-Combined-Ratio verbessert sich auf 95,6 %
  • Kapitalanlagen wachsen auf 1,23 Mrd. Euro
  • Versicherungsverträge steigen auf 1,85 Mio. Stück

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen netto von 302,8 Millionen Euro auf 320,9 Millionen Euro. Brutto erhöhten sich die Schadenaufwendungen sogar auf 367,8 Millionen Euro. Für Belastungen sorgten unter anderem mehrere Großbrände. Hinzu kamen schwere Gewitterereignisse. Trotz der höheren Schadenbelastung konnte die Netto-Combined-Ratio verbessert werden. Diese sank von 98,6 Prozent auf 95,6 Prozent.

Die größte Herausforderung bleibt für den badischen Versicherer weiterhin die Kfz-Sparte. Zwar hätten die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen erste Wirkung gezeigt, profitabel sei das Geschäftsfeld jedoch noch nicht. „Die Sanierungsmaßnahmen, die der Konzern in den letzten Jahren ergriffen hat, zeigen Erfolge. Gleichzeitig ist die Sparte immer noch nicht rentabel“, heißt es in einer Pressemitteilung. Insbesondere im Firmenkundengeschäft habe sich der Versicherer deshalb von verlustreichen Verbindungen getrennt. Auch die weiterhin steigenden Reparaturkosten belasten die Sparte weiterhin erheblich.

Positiv entwickelte sich erneut das Kapitalanlageergebnis. Die Erträge aus Kapitalanlagen stiegen um rund 20 Prozent auf 26,4 Millionen Euro. Gleichzeitig wuchsen die Kapitalanlagen um 5,2 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro.