Öffentliche Oldenburg: 113,1 ProzentDie Öffentliche Oldenburg erreicht 2025 eine Basis-SCR-Quote von 113,1 Prozent nach 59,6 Prozent im Vorjahr und verbessert ihre Solvenzquote damit deutlich. Dennoch bleibt das Unternehmen innerhalb des deutschen Lebensversicherungsmarktes eines der Häuser mit den niedrigsten Basisquoten. Nach verdienten Bruttobeiträgen belegt die Gesellschaft mit 74,2 Mio. Euro Rang 65 und erreicht einen Marktanteil von lediglich rund 0,08 Prozent. Die verdienten Bruttobeiträge gehen leicht um 1,0 Prozent zurück. Das Geschäftsmodell zeigt eine stark klassische Struktur. 54,1 Mio. Euro beziehungsweise rund 73 Prozent der Beiträge entfallen auf die Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung, weitere 9,9 Mio. Euro beziehungsweise rund 13 Prozent auf index- und fondsgebundene Produkte. Hinzu kommen 10,2 Mio. Euro Krankenversicherung. Anders als bei vielen größeren Wettbewerbern fehlen damit größere Diversifikationseffekte über Fonds-, Risiko- oder Kollektivgeschäft. Als öffentlich-rechtlicher Regionalversicherer ist die Gesellschaft zudem ausschließlich in einem klar abgegrenzten Geschäftsgebiet im Nordwesten Niedersachsens tätig. Die Kombination aus kleiner Unternehmensgröße, regional begrenztem Geschäft und traditionell geprägtem Vorsorgebestand erschwert die Erfüllung der kapitalintensiven Solvency-II-Anforderungen zusätzlich. Vor diesem Hintergrund erklärt sich die weiterhin niedrige Basis-SCR-Quote weniger über akute wirtschaftliche Probleme als über die strukturellen Besonderheiten eines kleinen regionalen Lebensversicherers mit klassischem Garantiegeschäft.Öffentliche Oldenburg