LPV: 108,1 Prozent
LPV: 108,1 ProzentDie LPV erreicht 2025 eine Basis-SCR-Quote von 108,1 Prozent nach lediglich 35,5 Prozent im Vorjahr und verbessert ihre Solvenzquote damit massiv. Dennoch bleibt das Unternehmen das Schlusslicht unter den Lebensversicherern mit aktivem Neugeschäft. Nach verdienten Bruttobeiträgen belegt die Gesellschaft mit 440,6 Mio. Euro Rang 40 im Markt und erreicht einen Anteil von rund 0,46 Prozent an den gesamten Beitragseinnahmen der Lebensversicherung. Die verdienten Bruttobeiträge gehen deutlich um 18,2 Prozent zurück. Das Geschäftsmodell zeigt weiterhin eine vergleichsweise klassische Struktur. 290,8 Mio. Euro beziehungsweise rund 66 Prozent der Beiträge entfallen auf die Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung. Hinzu kommen 114,9 Mio. Euro beziehungsweise rund 26 Prozent index- und fondsgebundene Produkte sowie weitere 34,8 Mio. Euro sonstige Lebensversicherungen. Die Daten des Branchenmonitors 2025 verweisen zugleich auf einen außergewöhnlich hohen Anteil des Kollektivgeschäfts. Die dort ausgewiesenen Anteile beziehen sich ausschließlich auf die Hauptversicherungen beziehungsweise die laufenden Beiträge des Bestandsjahres 2024. Danach entfallen rund 35 Prozent auf Rentenversicherungen und selbstständige BU-Produkte, weitere 13 Prozent auf klassische Kapitalversicherungen. Fonds- und indexgebundene Produkte — dort unter „sonstige Versicherungen“ ausgewiesen — erreichen rund 22 Prozent. Auffällig hoch fällt vor allem der Anteil des Kollektivgeschäfts mit 26 Prozent aus. Die Risikolebensversicherung spielt mit fünf Prozent dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Die vergleichsweise niedrige Basis-SCR-Quote dürfte sich damit vor allem aus der starken Ausrichtung auf Kollektivgeschäft und langfristige Vorsorgeverpflichtungen erklären. Gerade Gruppen- und Kollektivverträge gelten unter Solvency II wegen ihrer langen Laufzeiten und häufig engen Margen traditionell als kapitalintensiv.LVP