Gothaer: 244,5 Prozent
Gothaer: 244,5 ProzentDie Gothaer erreicht 2025 eine Basis-SCR-Quote von 244,5 Prozent nach 124,8 Prozent im Vorjahr und verbessert ihre Solvenzquote damit deutlich. Nach verdienten Bruttobeiträgen gehört das Unternehmen mit 1,45 Mrd. Euro und Rang 19 zugleich zu den größeren Lebensversicherern Deutschlands. Der Marktanteil liegt bei rund 1,53 Prozent. Die verdienten Bruttobeiträge steigen um 4,6 Prozent. Das Geschäftsmodell zeigt eine breite und vergleichsweise traditionelle Aufstellung. 810,9 Mio. Euro beziehungsweise rund 56 Prozent der Beiträge entfallen auf die Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung. Weitere 353,1 Mio. Euro beziehungsweise knapp 24 Prozent stammen aus index- und fondsgebundenen Produkten. Hinzu kommen 284,8 Mio. Euro Krankenversicherung. Auch die Daten des Branchenmonitors 2025 verweisen auf eine stark diversifizierte, zugleich aber kapitalintensive Bestandsstruktur. Danach entfallen 2024 rund 35 Prozent der laufenden Beiträge auf Rentenversicherungen und selbstständige BU-Produkte, weitere 14 Prozent auf klassische Kapitalversicherungen. Risikolebensversicherungen erreichen sieben Prozent, fonds- und indexgebundene Produkte — dort unter „sonstige Versicherungen“ ausgewiesen — rund 30 Prozent. Auffällig hoch fällt zudem der Anteil des Kollektivgeschäfts mit 15 Prozent aus. Die vergleichsweise niedrige Basis-SCR-Quote dürfte sich damit vor allem aus der Kombination aus klassischen Garantiebeständen, langfristigen Renten- und BU-Verpflichtungen sowie einem ausgeprägten Kollektivgeschäft erklären. Gerade diese Strukturen gelten unter Solvency II traditionell als besonders kapitalintensiv.Gothaer