Europa: 606,3 ProzentDie Europa erreicht 2025 eine Basis-SCR-Quote von 606,3 Prozent nach 682,5 Prozent im Vorjahr und gehört damit trotz rückläufiger Quote weiterhin zu den kapitalstärksten Lebensversicherern Deutschlands. Nach verdienten Bruttobeiträgen belegt das Unternehmen mit 349,3 Mio. Euro Rang 44 im Markt und erreicht einen Anteil von rund 0,37 Prozent an den gesamten Beitragseinnahmen der Lebensversicherung. Die verdienten Bruttobeiträge sinken leicht um 1,0 Prozent. Die Beitragsstruktur wirkt dabei ähnlich wie bei der Hannoverschen auf den ersten Blick stark klassisch geprägt: 306,4 Mio. Euro beziehungsweise 87,7 Prozent der Beiträge entfallen formal auf die Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung. Fondsgebundene Produkte spielen mit lediglich 20,9 Mio. Euro beziehungsweise 6,0 Prozent Anteil nur eine ergänzende Rolle, hinzu kommen 10,8 Mio. Euro sonstige Lebensversicherungen. Für die Einordnung der außergewöhnlich hohen Solvenzquote ist jedoch auch bei der Europa die Vertragsstruktur entscheidend. Laut Branchenmonitor Leben 2024 entfallen rund 90 Prozent der Verträge auf Risikolebensversicherungen — der höchste Wert im gesamten Markt. Damit ist das Unternehmen noch deutlich stärker biometrisch geprägt als die Hannoversche. Die formal stark klassische Beitragsstruktur darf daher nicht mit einem entsprechend hohen Bestand langfristiger Garantierisiken verwechselt werden. Vielmehr erklärt der außergewöhnlich hohe Anteil an Risikolebensversicherungen maßgeblich, warum die Europa trotz ihres hohen ÜSB-Anteils eine der höchsten Basis-SCR-Quoten der Branche erreicht.Europa/ Continentale