Itzehoer: 632,7 ProzentDie Itzehoer erreicht 2025 eine Basis-SCR-Quote von 632,7 Prozent nach 285,8 Prozent im Vorjahr und verzeichnet damit den mit Abstand stärksten Solvenzsprung innerhalb der zehn höchsten Basisquoten der Lebensversicherung. Nach verdienten Bruttobeiträgen belegt das Unternehmen mit 46,8 Mio. Euro Rang 68 im Markt und erreicht damit lediglich rund 0,05 Prozent Anteil an den gesamten Beitragseinnahmen der Branche. Die verdienten Bruttobeiträge gehen leicht um 2,3 Prozent zurück. Formal wirkt das Geschäftsmodell weiterhin stark klassisch geprägt: 43,8 Mio. Euro beziehungsweise 93,7 Prozent der Beiträge entfallen auf die Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung, fondsgebundene Produkte erreichen lediglich 3,0 Mio. Euro. Für die Einordnung der außergewöhnlich hohen Solvenzquote ist jedoch auch hier die tatsächliche Risikostruktur wichtiger als die reine Beitragsaufteilung. Der Geschäftsbericht 2025 zeigt, dass die Itzehoer ihre strategische Ausrichtung zunehmend auf biometrische Risiken verlagert. Das Unternehmen selbst verweist auf eine „stärkere Betonung der Absicherung biometrischer Risiken im Vertrieb“. Besonders deutlich wird dies im Neugeschäft: Zwar entfallen nach Stückzahl rund 24 Prozent der neu eingelösten Versicherungsscheine auf Risikoversicherungen, nach Versicherungssumme machen diese jedoch rund 79 Prozent des gesamten Neugeschäfts aus. Gleichzeitig bleibt der Bestand historisch noch stark von klassischen Renten- und Kapitalversicherungen geprägt. Die Itzehoer verbindet damit zwei unterschiedliche Welten: einen weiterhin klassischen Altbestand und ein deutlich biometrischer ausgerichtetes Neugeschäft. Das erklärt mit, warum die Solvenzquote 2025 so massiv ansteigt, obwohl die Beitragsstruktur auf den ersten Blick weiterhin stark klassisch wirkt.Itzehoer