Versicherer werden zum Schlüsselspieler der Energiewende
Versicherer werden in der Energiewirtschaft zunehmend als strategische Partner wahrgenommen. 86 Prozent der Führungskräfte sehen sie inzwischen als Berater über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg. Besonders Cyberrisiken, Extremwetter und Regulierung treiben diesen Wandel.

Die Rolle der Versicherer im Energiesektor verändert sich spürbar. Unternehmen der Branche sehen Versicherer immer seltener nur als Risikoträger und immer häufiger als strategische Partner. Das zeigt der „Reuters Events Future Energy Transition Insurance Insights Report 2026", eine weltweite Umfrage unter Führungskräften der Energiewirtschaft.
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Demnach betrachten 86 Prozent der Befragten Versicherer inzwischen als strategische Partner und Berater über den gesamten Lebenszyklus ihrer Energieprojekte hinweg. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 56 Prozent.
„Der Energiesektor befindet sich an einem Wendepunkt, an dem die Rolle der Versicherungswirtschaft wichtiger ist als je zuvor“, sagt Vicky Roberts-Mills, Global Head of Energy Transition bei AXA XL. „Unsere aktuelle Umfrage zeigt, dass Energieentscheider Versicherer nicht mehr nur als Anbieter finanzieller Absicherung sehen, sondern als strategische Partner und Berater.“
Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) erwarten, dass die Bedeutung von Versicherungen für ihr Unternehmen in den kommenden zwei Jahren weiter zunehmen wird. Als Hauptgründe nennen sie steigende Risiken durch Extremwetterereignisse sowie zunehmende regulatorische Anforderungen. Besonders stark im Fokus stehen digitale Gefahrenlagen. 50 Prozent der Befragten nennen Cyberrisiken als eines der größten Bedrohungspotenziale für ihr Unternehmen. Mit der zunehmenden Vernetzung von Stromnetzen, Industrieanlagen und kritischer Infrastruktur gewinnt Cybersecurity damit auch für Versicherer erheblich an Bedeutung. Operative Risiken und regulatorische Belastungen folgen dicht dahinter.
„Angesichts der komplexen Herausforderungen in den Bereichen Cybersicherheit, Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremwetterereignissen und Betriebssicherheit sind wir davon überzeugt, dass Zusammenarbeit, Innovation und ein ganzheitliches Risikomanagement über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen hinweg der Schlüssel sind, um das Potenzial des zukünftigen Energiemixes zu erschließen“, unterstreicht Roberts-Mills.
