Altersvorsorge: Mehrheit sieht Risiken für aktienorientierte Vorsorge
Mehr als die Hälfte der Deutschen erwartet negative Auswirkungen auf aktienorientierte Vorsorgemodelle. Gleichzeitig zeigt eine Umfrage: Trotz der Sorgen glauben viele weiterhin an langfristig steigende Börsenkurse.

Geopolitische Konflikte, Handelsstreitigkeiten und schwankende Wechselkurse verunsichern viele Menschen in Deutschland mit Blick auf ihre Altersvorsorge. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Canada Life zeigt, dass ein großer Teil der Bevölkerung mit negativen Folgen für aktienorientierte Vorsorgemodelle rechnet. Langfristig bleiben die Sparer aber optimistisch.
Anzeige
Die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Spannungen hinterlassen Spuren im Vertrauen der Anleger. Immerhin 53,8 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Handelskonflikte, geopolitische Risiken und Wechselkursschwankungen negative Auswirkungen auf eine aktienorientierte private Altersvorsorge haben werden. Weitere 30,1 Prozent zeigen sich unentschieden. Nur 11,1 Prozent erwarten positive Effekte, während 5 Prozent davon ausgehen, dass die Entwicklungen keine Auswirkungen haben.
Gerade in turbulenten Marktphasen wächst gleichzeitig die Bedeutung professioneller Unterstützung. 56 Prozent der Befragten halten die Unterstützung durch professionelle Ansprechpartner bei der aktienorientierten privaten Altersvorsorge angesichts aktueller Marktunsicherheiten für wichtig. Besonders stark ist diese Einschätzung bei jüngeren Menschen ausgeprägt. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen halten 65,3 Prozent professionelle Beratung für wesentlich.
Trotz der aktuellen Sorgen bleibt die Mehrheit der Befragten langfristig zuversichtlich. 63,9 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sich die Börsenkurse wie nach früheren Krisen auch diesmal wieder erholen und steigen werden. 24,2 Prozent zeigen sich bei dieser Einschätzung unentschieden, während 11,9 Prozent nicht daran glauben, dass sich die Märkte wieder deutlich erholen.
„Die Umfrage zeigt, dass viele Menschen trotz aller Sorgen die Börsenentwicklung langfristig optimistisch einschätzen. Gerade in unsicheren Zeiten wird deutlich, wie wichtig ein Anlagehorizont über viele Jahre hinweg ist – wer Schritt für Schritt investiert, gleicht Schwankungen aus und baut ein stabiles Fundament. Vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen gewinnt diese Perspektive zusätzlich an Bedeutung“, bestätigt Dr. Frederick Krummet, Chief Distribution Officer des Lebensversicherers.
