Elementarschäden: Mehrheit unterstützt Pflichtversicherung
Viele Hausbesitzer glauben, gegen Naturgefahren ausreichend versichert zu sein. Tatsächlich besteht oft eine Absicherungslücke. Gleichzeitig wächst die Zustimmung zu einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden.

Längst nicht alle Immobilien in Deutschland sind gegen Naturgefahren wie etwa Überflutungen, Starkregen oder Erdbeben abgesichert. Nach eigener Einschätzung verfügen 71 Prozent der Immobilienbesitzer über eine Elementarschadenversicherung als Ergänzung zur Wohngebäudeversicherung. Das geht aus einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK Versicherungen hervor.
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Tatsächlich liegt die Quote deutlich niedriger. Denn nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft waren 2024 nur rund 57 Prozent der Wohngebäudeversicherungen mit einer entsprechenden Zusatzdeckung ausgestattet.
Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse wird politisch immer wieder über eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden diskutiert. Auch im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist ein entsprechender Ansatz vorgesehen. In der Bevölkerung findet diese Idee breite Unterstützung: 62 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Pflichtversicherung aus, während etwa ein Viertel dagegen ist. Unter Immobilieneigentümern fällt die Zustimmung sogar noch höher aus. Hier befürworten 72 Prozent eine verpflichtende Absicherung gegen Naturgefahren.
Trotz der wachsenden Risiken verzichten weiterhin viele Menschen auf einen entsprechenden Versicherungsschutz. Mehr als 27 Prozent der Befragten geben an, gar nicht gegen Naturereignisse wie Starkregen versichert zu sein. Die Gründe liegen vor allem in der eigenen Risikoeinschätzung. 41 Prozent der Betroffenen halten eine solche Absicherung in ihrer Wohnlage für nicht notwendig. 32 Prozent sehen die Verantwortung eher beim Eigentümer des Gebäudes.
Auch unter Immobilienbesitzern gibt es noch Lücken. 14 Prozent der Eigentümer verfügen laut Studie über keinerlei Schutz gegen Elementarschäden. Als Hauptargument nennen sie ebenfalls die vermeintlich geringe Gefährdung ihrer Wohnlage. 62 Prozent dieser Gruppe sind überzeugt, dass ein solcher Schutz bei ihnen nicht erforderlich sei.
