Unfallversicherung für Kinder – oft unterschätzt, oft unterverkauft
Viele Eltern glauben, dass ihre Kinder durch die gesetzliche Unfallversicherung gut geschützt sind – ein gefährlicher Irrtum. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt oder in der Freizeit, wo der Schutz nicht greift. Private Unfall- und Kinder-Invaliditätsversicherungen schließen hier entscheidende Lücken.

Unfälle gehören zu den größten Gesundheitsrisiken im Kindesalter. Dennoch wird die private Absicherung in der Beratung häufig stiefmütterlich behandelt. Viele Eltern verlassen sich auf die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) und gehen davon aus, dass sie im Ernstfall ausreichend leistet. Dabei deckt die GUV nur Unfälle, die in Kindergarten, Schule oder auf den direkten Wegen dorthin passieren. Die meisten Unfälle wie etwa Stürze im Haushalt, Sportunfälle, Verletzungen auf Spielplätzen sind nicht abgesichert. Für Vermittler ist das ein zentrales Beratungsthema: Aufklärung über Lücken und die Empfehlung passender privater Lösungen.
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Warum gesetzlicher Schutz nicht ausreicht
Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass Unfälle ab dem ersten Lebensjahr zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern zählen. Mehr als 60 Prozent der Unfälle passieren in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld und damit genau dort, wo der Schutz der GUV nicht greift. Private Unfallversicherungen und insbesondere Kinder-Invaliditätsversicherungen (KIV) schließen hier entscheidende Lücken.
Unfallversicherungen leisten bei unfallbedingter Invalidität in Form einer Kapitalzahlung, deren Höhe sich nach einer Gliedertaxe und eventuell vereinbarter Progression richtet. Viele Tarife übernehmen zusätzlich Bergungskosten, kosmetische Operationen oder Rehabilitationsmaßnahmen. Die KIV geht darüber hinaus: Sie zahlt, wenn ein Kind aufgrund von Krankheit oder Unfall dauerhaft beeinträchtigt ist und ist damit ein Schutz, der angesichts der Tatsache, dass Krankheiten häufiger zu Invalidität führen als Unfälle, durchaus ratsam sein kann. „Eine solche Police für Kinder ist ebenso wichtig wie die Berufsunfähigkeitsversicherung bei Erwachsenen“, sagt Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Für Verbraucherschützer gilt sie deshalb auch als Goldstandard. Sie bietet einen umfassenden Schutz und verhindert, dass Familien im Ernstfall allein vor enormen Kosten stehen. Für Vermittler ist es daher wichtig, die Unterschiede zwischen Unfallversicherung und KIV klar zu erklären und transparent zu machen, welchen Mehrwert beide Produkte in Kombination bieten.
Erfolgsfaktoren in der Beratung
Erfolgreiche Beratung in diesem Bereich bedeutet: Fakten statt Angst. Statistiken zu Unfallhäufigkeiten, anschauliche Rechenbeispiele und eine klare Darstellung der gesetzlichen Grenzen sind entscheidend, um Vertrauen aufzubauen. Empfehlenswert ist ein strukturierter Ansatz:
Schlagzeilen
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- Analyse der aktuellen Situation (bestehender Schutz, Hobbys, Risikofaktoren).
- Aufzeigen konkreter Absicherungslücken (z. B. fehlender Schutz bei Freizeitunfällen oder Krankheiten).
- Vorstellung geeigneter Tarife mit Fokus auf Leistungsqualität (Verzicht auf abstrakte Verweisung, Nachversicherungsgarantien, Assistance-Leistungen).
So wird das Thema von einem vermeintlichen „Nice-to-have“ zu einem zentralen Baustein verantwortungsvoller Beratung. Denn Unfall- und Invaliditätsabsicherung für Kinder ist kein Randthema, sondern essenziell. Vermittler, die hier mit fundiertem Wissen und ehrlicher Beratung auftreten, schützen nicht nur ihre Kunden, sondern stärken auch ihre eigene Position als verlässlicher Ansprechpartner.
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