Versicherungsbote: Welche Schritte unternehmen Sie, um Transparenz und Verständlichkeit in der Biometrie-Beratung zu erhöhen?

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Dr. Helmut Hofmeier: Die Absicherung der Arbeitskraft ist für die Continentale und ihre Vertriebspartner von zentraler Bedeutung. Das spiegelt sich in unseren Produkten und Beratungsansätzen sowie weiteren Maßnahmen wider.
Unsere Angebote sind zudem auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten und werden kontinuierlich angepasst. Sie bieten flexible Gestaltungsmöglichkeiten durch Zusatzoptionen und Pakete. Transparente Bedingungen und kundenfreundliche Regelungen gehören für uns ebenfalls dazu. Wir verwenden bewährte Definitionen als Leistungsauslöser für Berufs-, Erwerbs- und Dienstunfähigkeit. Das gilt auch für unsere neuen Produktkonzepte, das EinkommensvorsorgeConcept für körperlich Tätige und das BeamtenvorsorgeConcept. Spezielle Angebote für den Bereich der betrieblichen BU-Vorsorge runden unser Angebot ab. Als Anbieter von Biometrie-Produkten mit fast 70 Jahren Erfahrung legen wir zudem großen Wert auf eine Kalkulation, die für nachhaltig stabile Beiträge sorgt. Außerdem sind für Vermittler und Kunden persönliche Ansprechpartner da – insbesondere auch für sensible Themen wie die Gesundheitsprüfung.
Darüber hinaus nehmen wir an neutralen Marktvergleichen teil und entwickeln uns kontinuierlich weiter, um den geltenden Marktstandards gerecht zu werden.
Wir unterstützen unsere Vermittler außerdem mit neutralen Unterlagen zum Thema, um das oft unterschätzte Risiko zu verdeutlichen und Kunden zu sensibilisieren. Dazu gehört zum Beispiel unsere Continentale-Studie zur Arbeitskraftabsicherung.

Wie adressieren Sie das Thema Beraterhaftung in Schulungen und Weiterbildungen?

In unseren Schulungen und Weiterbildungen klären wir Vermittler insbesondere zu kritischen Themen wie die vorvertragliche Anzeigenpflichtverletzung auf und schulen sie zu Risikovoranfragen sowie zur Risikoprüfung. Dabei kommen sie zum Beispiel direkt mit unseren Risiko- und Leistungsprüfern ins Gespräch. Zudem informieren wir über unsere digitalen Tools und Angebote. Dazu gehören zum Beispiel der Continentale eGesundheitsDialog und unser PremiumService bei Antragstellung durch den Medical Home Service (MHS). Nutzt der Kunde letzteren und verzichtet auf das Ausfüllen der Gesundheitsfragen, stellen wir den Vermittler von der Haftung frei.

Welche neuen rechtlichen Herausforderungen erwarten Sie im Bereich der Biometrie-Absicherung?

Aktuell sehen wir keine neuen rechtlichen Herausforderungen im Bereich der Biometrie-Absicherung. Wir halten die geltenden Rahmenbedingungen ein und beobachten kontinuierlich das Marktgeschehen sowie etwaige Veränderungen in den gesetzlichen Anforderungen. Die eigentlichen Herausforderungen erwarten wir eher aus dem Wettbewerbsumfeld und dem dynamischen Marktgeschehen.

Wie integrieren Sie Kundenfeedback in die Entwicklung und Anpassung von Biometrie-Produkten?

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Kundenfeedback ist ein wichtiger Bestandteil unserer Produktentwicklung und -anpassung. Wir berücksichtigen Anforderungen aus Ratings, Rankings und Untersuchungen von Medien. Zudem holen wir uns kontinuierlich Rückmeldungen von unseren Vertriebswegen, Vertriebspartnern und von den Experten der verschiedenen Fachabteilungen in unserem Haus. Sie sind wichtige Impulsgeber für uns.
Wir beobachten auch Marktentwicklungen und Entwicklungen in der Arbeitswelt, um unsere Produkte entsprechend anzupassen. Im Zuge der Digitalisierung arbeiten wir zudem an prozessualen Verbesserungen, um die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser zu erfüllen und uns auch in diesem Bereich kontinuierlich weiterzuentwickeln.