Während etliche Anbieter ihr Neugeschäft Riester-Riester einstellten, gingen andere Anbieter dazu über, Riester-Renten als Nettopolicen ohne einkalkulierte Provisionen anzubieten. Doch nach Auffassung von DVAG-Vorstand Dr. Helge Lach bringt das Vermittler in eine echte Zwickmühle.

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Durch die Riester-Zulagen sei das Produkt immer noch sehr attraktiv für viele Bürger - bei einer kundenorientierten Beratung müsse es deshalb mit angeboten werden, so der Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV), dem Lach vorsitzt. Doch dann gehe der Vermittler leer aus, so seine Befürchtung. Die Alternative, mit dem Kunden ein Honorar auszuhandeln, hält Lach für einen Irrweg: „Riester ist sehr komplex und deshalb beratungsintensiv, die Beiträge sind aber meist niedrig. Honorare, die dem Zeitaufwand des Vermittlers gerecht werden, sind so nicht durchsetzbar“.

Das würde dazu führen, so Lach, dass am Ende entweder der Kunde leer ausgeht, weil ihm kein Netto-Riester angeboten wird. Oder der Vermittler geht leer aus, weil ein angemessenes Honorar nicht durchsetzbar wäre.

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Dass eine Beratung zur Riester-Rente weiterhin zu den Pflichten eines Versicherungsmaklers gehört, sieht auch Martin Gräfer, Vorstand die Bayerische, so. „Wenn eine Riester-Vorsorge individuell sinnvoll ist, dann ist es falsch, das Produkt nicht anzubieten weil man dafür keine Provision bekommt. Denn das würde deutlich machen, dass das Provisionsinteresse vor dem Kundeninteresse steht“, so der Vorstand in der Facebook-Gruppe ‚ProRiester‘. Die Berechnung eines Honorars für die Vermittlung hält Gräfer für „fair und angemessen“.

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