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Geht es darum, die neue Versicherungsvertriebs-Richtlinie IDD umzusetzen, zeigt sich Deutschland sehr sanktionsfreudig. 1.562 aufsichtsrechtliche Maßnahmen für das Jahr 2020 wurden der europäischen Versicherungsaufsichts-Behörde EIOPA gemeldet: Das sind rund 80 Prozent aller europäischen Sanktionen. Das geht aus dem „Jahresbericht zu Sanktionen im Rahmen der Versicherungsvertriebsrichtlinie 2020“ (PDF, englisch) hervor, den die europäische Versicherungsaufsicht zum zweiten Mal überhaupt vorlegte.

17 Mitgliedsstaaten verhängen IDD-Sanktionen

Insgesamt, so berichten die Aufseher, wurden in 17 Mitgliedsstaaten Sanktionen wegen Verstößen gegen die IDD verhangen. Die Gesamtzahl beläuft sich auf 2.172 Sanktionen. Für den Berichtszeitraum 2018-2019 wurden europaweit 1.923 Verstöße gemeldet (Versicherungsbote berichtete). Allerdings stieg die Zahl der Mitgliedsstaaten, in denen überhaupt Sanktionen verhängt wurden, von 8 auf 17.

In etwa der Hälfte aller Fälle wurden die Betroffenen mit Geldstrafen sanktioniert. Die Summe der so eingetriebenen Gelder gibt die EIOPA mit 793.571 Euro an. Allerdings: Jenes Land, das allein für 80 Prozent der Strafen verantwortlich war, konnte keine Daten über die Höhe der Bußgelder melden: Deutschland.

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Die höchsten Strafzahlungen wurden aus Belgien gemeldet. Dort sorgten 156 IDD-Verstöße für 302.500 Euro Bußgeldzahlungen. In Island wurden für zwei Verstöße insgesamt 224.215 Euro Strafe verhangen.

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