Veränderungen der Arbeitswelt, der Renteneinritt der geburtenstarken Jahrgänge bis 2030, falsche politische Schwerpunkte und nicht zuletzt die „Schwäche der Riester-Rente“: Aus Sicht des Bundesverbands Verbraucherzentrale (vzbv) und des Deutschen Aktieninstituts sind das die Hauptursachen dafür, dass es schlecht bestellt sei um die Altersvorsorge vieler Menschen in Deutschland. So formulieren es die beiden Institutionen in einem gemeinsamen Forderungspapier.

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Darin wird u.a. auf die ausgebliebene Riester-Reform abgestellt: „Zwar hatte die letzte Bundesregierung angekündigt, ‚die private Altersvorsorge weiterzuentwickeln und gerechter zu gestalten‘“. Doch das habe nicht „zu der notwendigen Umstellung auf eine kostengünstige und breit diversifizierte Vorsorge mit Aktien geführt“.

Kostengünstige und renditestarke Vorsorgeangebote mit Aktien seien in Ländern wie Australien, Großbritannien oder Schweden seit Jahrzehnten fester und erfolgreicher Bestandteil der Altersvorsorge, schreiben die Verbraucherschützer. Auch der vzbv wolle sich für eine bessere Kapitalanlage in der privaten Altersvorsorge einsetzen. Eine Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rentenversicherung lehnen die Verbraucherschützer allerdings ab.

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Im Gegensatz zum Deutschen Aktieninstitut. Dort kann man sich ein Ansparverfahren mit Aktien in allen Säulen der Altersvorsorge vorstellen. Trotz dieses Unterschieds haben sich beide Institutionen zu einem gemeinsamen Forderungspapier durchgerungen, das Argumente für eine aktienbasierte Anlage versammelt, „unabhängig von der Frage, in welcher Säule der Altersvorsorge Kapitaldeckung stattfindet.“

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