Renten- und Lebensversicherung stehen derzeit in Deutschland in keinem guten Ruf: miserabel verzinst, viel zu teuer und unsicher, weil es vielen Gesellschaften schlecht geht. Jetzt geht es der Riester-Rente an den Kragen. Die Zahl der Riester-Renten ist im ersten Quartal 2021 gesunken. 16,314 Millionen Verträge zählte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Ende März 2021. Rund ein Fünftel ist ruhend gestellt, wird also nicht mehr aktiv bespart. Auch politisch wird offen über den Mehrwert der Altersvorsorge diskutiert. „Riester hat die Erwartungen nicht erfüllt“, sagt SPD-Rentenexperte Ralf Kapschack dem Handelsblatt zufolge. „Es war ein Fehler zu glauben, Einbußen bei der gesetzlichen Rente könnten dadurch kompensiert werden.“ Die Gebühren können bei Riester-Renten laut einer Studie der Bürgerbewegung Finanzwende mehr als 30 Prozent der eingezahlten Beiträge betragen. In Kombination mit den niedrigen Erträgen kann das toxisch fürs Vermögen und die Ruhestandsversorgung sein.

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Hannes Fahrnberger, CEO der Vienna-Life Lebensversicherung AG in LiechtensteinDazu kommen weitere Schwierigkeiten bei deutschen Versicherungsgesellschaften. Es ist bedenklich, dass sich inzwischen jeder vierte Lebensversicherer unter sogenannter intensivierter Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin befinde. Die Tendenz ist steigend. Und der Bund der Versicherten (BdV), der gemeinsam mit dem Versicherungs-Ökonomen Carsten Zielke von Zielke Research Consult die Solvenzberichte der deutschen Lebensversicherer von 2020 ausgewertet hat, kommt zu dem Schluss, dass mehr als ein Viertel der Gesellschaften ernste Probleme habe und mehr als die Hälfte "am Tropf des Kunden" hänge.

Im Fürstentum Liechtenstein gibt es keine Staatsverschuldung

Dabei können Renten- und Lebensversicherungen durchaus viele Vorteile bieten, wenn sie rechtlich entsprechend strukturiert sind und die richtigen Anlagelösungen beinhalten. Dafür lohnt sich der Blick in das kleine Alpenland Liechtenstein. Das Fürstentum ist eine hochstabile Wirtschaftsmacht und hat als eines von fünf Ländern weltweit ein AAA-Rating, weil es keine Staatsverschuldung gibt. Außerdem ist Liechtenstein kein EU-Mitglied und hat somit keine Bankenhaftungsrisiken nach dem Europäischen Stabilitätsmechanismus, aber dafür die Vorteile des europäischen Wirtschaftsraumes EWR. Für Anleger bedeutet dies höchste Sicherheit in unsicheren Zeiten.

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Zudem hat Liechtenstein ein äußerst vorteilhaftes Versicherungsaufsichtsgesetz geschaffen. Dieses Gesetz sieht ausdrücklich vor, dass die Vermögenswerte zur Deckung der versicherungstechnischen Rückstellung (der sogenannte Deckungsstock) eine Sondermasse nach der Konkursordnung zur Befriedigung der Versicherungsforderungen bilden. Das bedeutet: Bei der Insolvenz einer Versicherungsgesellschaft in Liechtenstein kann der Versicherungsnehmer das Deckungskapital einfach zurückfordern. Die besonders rasche Befriedigung der Forderungen der Versicherungsnehmer wird durch das liechtensteinische Versicherungsaufsichtsgesetz sichergestellt. Das hat weitreichende Vorteile im Vergleich zu den rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, wo den Versicherungsnehmer ein Totalverlustrisiko bei der Anlage in deutsche Lebens- und Rentenversicherungen treffen kann. Hierzulande existiert nur eine Art Branchen-Rettungsfonds, von dem nicht sicher ist, ob er auch größere Versicherungen und damit die Kundenvermögen retten kann.

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