Vermehrt gibt es in der Fachpresse Informationen zu Verkäufen von MVP-Herstellern oder zu Kooperationen zwischen Maklerpools. Häufig gefüllt mit Spekulationen und vor allem vielen Zahlenspielen. Das Problem? Dieser Fokus geht komplett am Thema Konsolidierung vorbei – zumindest für den Makler. Denn dieser stellt sich doch eigentlich eine ganz andere Frage: Ist diese Entwicklung der Konsolidierung für meine Kunden und mich gut oder schlecht?

Anzeige

Karsten Allesch ist geschäftsführender Gesellschafter des Deutschen Maklerverbunds (DEMV) und unterstützt Makler mit dem Verbund technisch sowie fachlich als Partner auf Augenhöhe. Er setzt sich für die finanzielle und unternehmerische Unabhängigkeit von Maklern und daher insbesondere für Direktvereinbarungen ein.DEMV

Diverse Bereiche unseres Alltags sind bereits von der Plattformökonomie geprägt. Egal, ob Mobilitätsdienste wie FreeNow, Handelsplattformen wie Amazon oder Hotelportale wie Trivago – überall gibt es digitale Full Service Anbieter für Dienstleistungen. Viele Experten prognostizieren diese Entwicklung derzeit auch für den Maklermarkt: Nur noch wenige Dienstleister mit einem voll umfassenden technischen Plattformangebot.

Der große Umbruch steht nicht erst vor der Tür, wir schon mittendrin!

Statt Sensations-Hype um Millionenbeträge und Fusionen müssen Chancen und Risiken im Fokus stehen. Immerhin sollen diese Plattformen doch Antworten auf wichtige Fragen geben. Zum Beispiel: Wie kann ich meinen Kundenstamm sichern und ausbauen? Was erwartet mein Kunde wirklich und welche Dienstleistung ist nur chi chi? Das ist zumindest das Potenzial dieser 360-Grad-Full Service Lösungen, so viel ist bereits heute klar.

Tatsächlich gibt es derzeit zwar viele Dienstleister und Angebote wie MVPs oder CRM-Software, allerdings nur wenige technisch wirklich umfangreiche Plattformen. Der signifikante Wettbewerbsvorteil für Makler liegt jedoch nicht im klassischen Kundenbeziehungsmanagement oder einer digitalen Ordnerablage.

Anzeige

Erst wenn der Verwaltungsaufwand aufgrund von Automatisierung drastisch sinkt, können die Kunden wieder in das Zentrum der Maklerarbeit rücken. Technisch ausgereifte Plattformen digitalisieren die Arbeitsläufe, indem diverse Tools miteinander interagieren und nicht nur lose via Schnittstelle verbunden sind. Digitale Kundenakten werden dank BiPRO automatisch mit Dokumenten gefüllt. In der Beratungstechnologie finden Makler und Kunde die Verträge ebenfalls ohne zusätzliche manuelle Handgriffe. Der angeschlossene Vergleichsrechner arbeitet wie ein “digitaler Assistent”, sodass nach Abschluss noch während der Beratung die Anträge automatisiert eingereicht werden und die Vorversicherung gekündigt wird. Sobald der Antrag policiert ist, tauchen die Vertragsdaten natürlich automatisch in der Kundenakte auf.