Indexpolicen sind am Markt weiter auf dem Vormarsch. Die Produkte, die sich zwischen klassischen und fondsgebundenen Lebensversicherungen einordnen, sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Während die Versicherer die Kosten für den Garantiezins einsparten, konnten Kunden mit möglichen Kursgewinnen gelockt worden.

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Doch nach dem Rekordjahr 2017, in dem die untersuchten Indexpolicen teilweise bis zu zehn Prozent rentiert hätten, sei 2018 Ernüchterung eingekehrt. Das gelte für die Börse wie auch bei Indexpolicen. Das zeigt eine Studie des Ratinghauses Assekurata. Dazu nahmen die Kölner Analysten in diesem Jahr 14 Anbieter mit einem Marktanteil von knapp 46 Prozent unter die Lupe. Damit sei im Vergleich zum Vorjahr ein Unternehmen weggefallen.

Demnach hätten vier von fünf Indexpolicen (80 Prozent) im Jahr 2018 keine positive Renditegutschrift erzielt. So habe beispielsweise der deutsche Leitindex DAX 2018 mit einem Minus von mehr als 18 Prozent das verlustreichste Jahr seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 verzeichnete. Da die Versicherer bei Indexpolicen den Erhalt des angesparten Kapitales garantieren, sind negative Werte jedoch nicht möglich.

Da sich für die Berechnung der jährlichen Renditegutschrift mit dem Cap (zu Deutsch: Deckel) und der Quote zwei Formen am Markt herausgebildet haben, ist auch für Indexpolicen die Überschussbeteiligung interessant. Die laufende Verzinsung für die Indexbeteiligung liege laut Assekurata aktuell bei durchschnittlich 2,8 Prozent und habe sich zum Vorjahr 2,79 Prozent nur unwesentlich verringert. Im Vergleich zu den Policen der klassischen (2,46 Prozent) sowie der neuen klassischen Rentenversicherung (2,4 Prozent) schneiden Indexpolicen dennoch sehr gut ab.

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„Hohe Überschussdeklarationen von Indexpolicen sind für den Kunden positiv, zugleich aber auch zwingend notwendig, um die Renditechance aus der Indexpartizipation hoch zu halten“, ordnet Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertungbei Assekurata, die Ergebnisse ein.