Zuletzt hatte der französische Versicherungskonzern Axa eher Bestände verkauft. Erst im Januar 2018 wurde der Bestand der Pro bAV Pensionskasse AG abgestossen. Käufer des Bestandes, der nach Unternehmensangaben immerhin sechs Prozent des gesamten Bestands im Vorsorgebereich beziehungsweise rund 260.000 Einzelverträge und Kapitalanlagen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro ausmacht, ist die Frankfurter Leben-Gruppe sein.

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Im August folgte ein weiterer Verkauf eines Leben-Bestandes. Die Axa Life Europe mit Sitz in Dublin wechselte in den Besitz des Investors Cinven. Im Bestand der irischen Tochter sind in Summe 248.000 fondsgebunde Verträge. Davon gehören immerhin 230.000 Policen deutschen Kunden. Diese hatten TwinStar-Policen der Axa gekauft.

Doch nun verkündet Axa den Kauf des Run-off-Geschäfts der Schwarzmeer und Ostsee Versicherungs-AG (SOVAG). Der Kauf des Bestandes laufe über die Axa-Tochter AXA Liabilities Manager (AXA LM). Das 2001 gegründete Unternehmen versteht sich als Käufer von Run-Off-Beständen. Für den Abschluss des Geschäfts fehle lediglich noch die behördliche Genehmigung.Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

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Der Spezialversicherer Sovag hatte bereits seit Ende Dezember 2016 keine neuen Risiken mehr angenommen. Im Juni 2017 wurde bekannt, dass der Versicherer alle Bestandsverträge kündigen wolle. Mit diesem Schritt sollte der Versicherer, bei dem der russische Gasriese Gazprom Mehrheitsaktionär ist, eigentlich wieder auf Kurs kommen. Drei Monate später vermeldet der Versicherer die Einstellung des Geschäfts und den damit verbundenen Rückzug aus dem Markt. Seither hatte Sovag einen Versicherer für die Übernahme des Altgeschäfts gesucht.