“Die Rente ist sicher“ - Dies ist der Satz, mit dem der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) wohl am häufigsten in Verbindung gebracht wird. Doch spätestens seit dem Jahr 2013 hat der ehemalige Politer eine andere Meinung zum Thema Rente. Die Rente wäre sicher gewesen“, so Blüms Credo – wenn, ja wenn kein Systemwechsel hin zu mehr privater Altersvorsorge stattgefunden hätte.

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Gemeint ist die Einführung der Riester-Rente. Einhergehend damit sollen Bundesbürger bis zu vier Prozent des Bruttolohns in einen privaten Riester-Vertrag einzahlen und bekommen dafür noch eine Förderung seitens des Staates. Im gleichen Atemzug sollte das Rentenniveau abgesenkt werden.

Während das Netto-Rentenniveau im Jahr 1985 noch 57 Prozent betrug, ist das Niveau in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgesenkt worden. 2030 soll es nur noch bei 43 Prozent liegen. Die gesetzliche Rentenversicherung, hat demographische Probleme. Die Zahl der Rentner nimmt zu. Gleichzeitig werden die Beitragszahler immer weniger. Eine langfristige Finanzierung wird dadurch deutlich erschwert.

Harte Worte fand Blüm bereits damals für die Absenkung des Rentenniveaus auf 43,8 Prozent. Dies sei ein „Anschlag auf die Rentenversicherung“. Bei einem Rentenniveau von 43 Prozent, befänden sich künftige Rentner in Nachbarschaft der Sozialhilfe, kritisierte der 83-Jährige seinerzeit.

Norbert Blüm kritisiert die Absenkung des Rentenniveaus

In der ZDF-Talkshow "dunja hayali" zum Thema Altersarmut kritisierte der Ex-Minister erneut die Riester-Rente. "Ohne die Riester-Rente hätten wir diese Probleme nicht", sagte der gebürtige Rüsselsheimer. Damit spielt Blüm auf die vier Prozent des Bruttogehalts an, die in die Versicherungswirtschaft fließen. Diese vier Prozent seien besser in der Rentenkasse aufgehoben. Denn diese vier Prozent würden weder Arbeitslosen noch Geringverdienern helfen. Sie könnten sich einfach gar keine Riester-Rente leisten. Die Riester-Rente sei die Rente für die Bessergestellten.

Blüm schießt auch in der ZDF-Runde gegen die Senkung des Rentenniveaus. Wegen Riester wird das Rentenniveau abgesenkt, also auch für diejenigen, die gar keine Riester-Rente haben. Also zahlten die Schwachen eine Rechnung für Leistungen, die die Stärkeren bekommen. "Das ist Sozialpolitik für Geisterfahrer.", sagte Blüm dazu.

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In einem Interview mit der "Bild" hatte sich Blüm kürzlich ähnlich geäußert. „Es fehlen der Rentenversicherung die 4 Prozent Beiträge, die für die Riesterrente in die Kassen der Privatversicherer abgezweigt wurden.“, erklärte der gelernte Werkzeugmacher. Profiteure von Gerhard Schröders Reform seien vor allem die Versicherungswirtschaft und dessen „Freund“ Carsten Maschmeyer gewesen. „Für Maschmeyer und die Privatversicherungen war das eine Goldquelle, die ihnen Schröder geschenkt hat“, erklärte Blüm.

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