Vermögensplanung ist für viele deutsche Erwachsene ein großes Thema. Dabei wurde der erste Schritt schon im Kindesalter gemacht, wenn man das erste mal Taschengeld bekommt. Die forsa-Umfrage „Taschengeld 2018“ des Direktversicherers Cosmos Direkt hat dazu 502 Eltern aus Deutschland von Kindern von sechs bis neun Jahren befragt.

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Das Ergebnis: 39 Prozent der Kinder im Grundschulalter bekommen noch kein Taschengeld von ihren Eltern. Ein Fünftel bekommt bis zu zwei Euro in der Woche, 17 Prozent der Kinder bekommen zwischen zwei und drei Euro, vier Prozent zwischen drei und vier Euro und 15 Prozent mehr als fünf Euro. Der Durchschnitt liegt damit bei 3,50 Euro in der Woche und somit bei 182 Euro im Jahr. 2013 bekam der Nachwuchs wöchentlich noch 2,90 Euro und jährlich 151 Euro. 75 Prozent der Eltern händigen das Taschengeld wöchentlich aus.

Taschengeld hat auch pädagogische Funktion

Abhängig machen 71 Prozent der Eltern das Taschengeld vom Alter ihres Sprösslings. 16 Prozent versuchen ihre Kinder mit Geld zu erziehen und richten sich nach dem Benehmen des Kindes. Weitere neun Prozent erwarten von ihrem Nachwuchs für das Taschengeld eine Leistung, da sie es abhängig von den Schulnoten machen. Dabei bevorzugen 13 Prozent der Väter diese kapitalistisch geprägte Variante. Bei den Müttern sind es nur vier Prozent.

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Nicole Canbaz, Vorsorgeexpertin bei Cosmos Direkt, sagt: „Selbst kleine Geldbeträge helfen unseren Jüngsten dabei, Schritt für Schritt zu lernen, mit Geld verantwortungsvoll umzugehen.“ Außerdem rät sie: „Falls das Sparschwein mal überquillt, sollten Eltern mit dem Einverständnis ihrer Kinder entsprechende Kinderkonten anlegen.“ Man könne zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto Geld hinterlegen, was man später für den Führerschein oder die erste eigenen Wohnung investieren kann. Man sollte die eigenen Kinder langsam an die Verantwortung von Geld heranführen und dabei aufpassen, dass das nicht zu früh passiert und zu viel Druck auf das Kind ausübt.