Im November 2017 hatte die Allianz angekündigt den größten Kreditversicherer der Welt aufkaufen zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt hielt der Versicherungsriese bereits rund 63 Prozent der Aktien am französischen Unternehmen, der besonders durch die sogenannten Hermesbürgschaften bekannt wurde.

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Vielen Euler-Aktionären hatte die Allianz ein durchaus lukratives Angebot unterbreitet. 122 Euro pro Aktie sollten die Anleger erhalten. Zur Einordnung: Am 24. November 2017 war eine Aktie von Euler Hermes noch 101,50 Euro wert. Damit wurde den Aktionären ein Bonbon von stolzen 20,7 Prozent offeriert.

Nun vermeldet der Versicherungskonzern die Erhöhung der Anteile. So konnten seit November stolze 31,91 Prozent der Aktienanteile erworben werden. Damit erhöhte sich die Beteiligung an Euler Hermes auf 94,91 Prozent erhöht. Das entspricht 40.472.250 Euler Hermes Aktien.

Allianz nimmt Euler Hermes von der Börse

Einhergehend damit hat der Versicherer die verbleibenden Aktionäre mittels eines Squeeze-out-Verfahrens aus dem Unternehmen gedrängt. Das sogenannte Squeeze-out berechtigt einen Hauptaktionär unter bestimmten Bedingungen, Minderheits-Aktionäre aus dem Unternehmen zu werfen, wenn er es von der Börse nehmen will. Als Gegenleistung müssen die Aktionäre allerdings angemessen entschädigt werden.

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Angemessen heißt in diesem Fall, dass die Anteile zu einem Preis von 122 Euro je Aktie den Besitzer wechseln. Der Squeeze-out fand bereits am 24. April 2018 statt. Wie geplant werde der Münchener Konzern Euler Hermes von der Pariser Börse nehmen. Die Einstellung der Börsennotierung an der Euronext Börse solle am 27. April 2018 erfolgen.